Hoch zu Ross wollte Herbert Kickl auf der Donauinsel und im Prater mit seiner berittenen Polizei für Sicherheit sorgen. Doch als Folge des Ibiza-Skandals ist Kickl nicht mehr Innenminister. Gerät nun seine Ponyzei in den Fleischwolf?

Wien, 18.06.2019 / 450 000 Leberkäsesemmeln oder umgerechnet 900.000 Euro kostet den Steuerzahler die in Wien geplante berittene Polizei des ehemaligen Innenministers Kickl. Dagegen sind die 15.000 Euro für den Lippizaner, den Altkanzler Kurz letztes Jahr einem arabischen Ölscheich schenkte, Peanuts. Mittlerweile wird laut über eine Auflösung der Reiterstaffel nachgedacht. 

Zu den horrenden Kosten für die Tierhaltung und die Ausbildung der Reiter kommen Bedenken bezüglich des Einsatzes von Pferden bei Demonstrationen. Pferde sind von Natur aus Fluchttiere und können in Stresssituationen außer Kontrolle geraten und Menschen dabei verletzen. Zudem ist ein Einsatz von Pferden in der Großstadt gerade bei hohen Temperaturen auch aus Tierschutzsicht bedenklich. Die Petition zum Schutz der Fiakerpferde, die ZackZack diese Woche gestartet hat, könnte man auch auf Polizeipferde ausdehnen. 

Geschenkte Gäule lahmen

Nun schlägt der burgenländische Gastronom Max Stiegl dem Innenministerium vor, die zwölf Pferde bei sich aufzunehmen. „Ich bin froh, dass Kickl weg ist“, sagt er. Kickls Pferde möchte er aber gerne haben. Stiegl würde den Tieren auf seiner Weide eine artgerechte Haltung garantieren. Im Sinne der Nachhaltigkeit will er auch das Fleisch der Pferde nach einem langen und glücklichem Leben auf seinem Grundstück verwerten.

So glücklich könnten unsere Polizeipferde sein. Foto: cc by Shane Yeager

Nicht mehr unter den Tieren der Reiterstaffel befinden sich die zwei geschenkten Gäule vom ungarischen Ministerpräsident Viktor Orban. Die beiden wurden als zu lahm empfunden. Ihnen droht nun die Abschiebung zurück nach Ungarn. Nicht nur die Pferde machen Probleme. Insgesamt kam es in knapp einem Jahr zu 77 Dienstunfällen, die zu 239 Krankheitstagen führten – bei den zweibeinigen Beamten.  

ZackZack-Leberkäsrezept: Der Blaue Reiter

Falls sie leider an keinen der heißbegehrten Ibizaner gelangen sollten, hier ein persönliches und kostengünstigeres Pferdeleberkäserezept der ZackZack-Redaktion.

1/2 kg mageres Fleisch vom glücklichen Pferd

½ kg Wurstbrät

1/8 kg Speckwürfel

2 EL Stärkemehl

2 Eier

Prise Salz

Prise Paprikapulver Edelsüß

1 TL Pfeffer

Reichlich blaue Lebensmittelfarbe (Achtung: Das Endergebnis wird ziemlich braun!)

Für ein erfolgreiches Gelingen: das Pferdefleisch und die Speckwürfel feinst faschieren und die restlichen Zutaten hinzufügen. Danach die Masse durchkneten und in eine mit Backpapier ausgelegte Backform einfüllen. Das Backrohr auf 180 Grad vorheizen und den Leberkäse ca. 80 Minuten braten.

Titelbild: Platzt Kickls Traum der Pferdestaffel? Foto: APA/Barbara Gindl

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