Der Altkanzler wirft aus Panik mit Dreck um sich und schiebt die Schuld auf andere. Die türkise PR-Maschine stottert, das Coaching des Sebastian K. stößt an Grenzen. Gerüchte, Anpatzer und Anschuldigungen: Der neue Stil?

„Wir werden niemanden anpatzen“, „Das ist nicht mein Zugang“. In nahezu jeder TV-Sendung muss Kurz betonen, was er dann nicht einhält. Der neue Stil. Kurz patzt alle an. Silberstein, Silberstein, Silberstein. Wird es diesmal wieder so sein?

Im Sommergespräch mit Corinna Milborn behauptet der Altkanzler auf die Frage der Herkunft des Ibiza-Videos vollmundig: „Die Rechtsanwaltskanzlei, die dieses Video anscheinend verkauft hat, die Kanzlei XY (red), ist eine sehr SPÖ-nahe Kanzlei“.

Erst geht er auf Nichtraucher, Arbeitslose und die Schweiz los. Rosinenpicker sollen sie alle sein. Dann wildert er gegen die eigenen Leut‘, indem er die Wiener als Langschläfer verachtet. Meint er sich selbst? Kurz ist bekanntlich Wiener.

Fehlende Immunität: Altkanzler droht Klage während des Wahlkampfs

Nun soll eine Klage des Anwalts gegen Kurz folgen. Der Altkanzler droht, als angeschlagener Boxer in den Wahlkampf zu ziehen. Pikant: Ohne Mandat im Nationalrat hat Kurz keine parlamentarische Immunität. Heißt: Er ist nicht geschützt vor Strafverfolgung. Die Demokratie schlägt zurück.

Österreich darf gespannt sein: Wann wird Sebastian K. ins nächste Fettnäpfchen treten? Derweil behauptet der Türkisenchef munter weiter, er werde sich am gegenseitigen Anpatzen nicht beteiligen. Vielleicht wird er über sich selbst stolpern: ÖVP-General Nehammer hatte einen Anpatz-Paragraphen gefordert, um Dirty Campaigning unter Strafe zu stellen. Unklar ist, ob es für Scheinheilige eine Ausnahmeregelung geben wird.

Es bleibt also spannend. (wb)

Titelbild: wikimedia.org

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