Lange inszenierten sich die NEOS als Saubermänner der Republik. Haselsteiner? Unser einer! Mit der neuen Parteienfinanzierung endet dieses Märchen, die NEOS orientieren sich nun am Anpatzen des Altkanzlers.

Wien, 03. Juli 2019 / Es vergeht kein Tag, an dem die NEOS nicht über Transparenz und Sauberkeit schwafeln. Auf der Homepage ist dafür eine eigene Seite mit dem Namen „Transparenz“ eingerichtet. Pikant: Gleich rechts oben befindet sich der Spenden-Button. So geht saubere Politik aus Sicht der Pinken.

JETZT ist Schluss mit lustig: Durch das neue Parteienfinanzierungsgesetz geht es den Neo-Anpatzern ans Kragerl. Großspender und Parteifinancier Haselsteiner wird nun kaltgestellt. Einzelspenden werden in Zukunft auf 7.500 € pro Jahr begrenzt. Haselsteiner muss jetzt wohl anderswo seine Millionen ausgeben. Vielleicht gibt es einen geeigneten ÖVP-Verein?

Die Reaktion der NEOS ließ nicht lange auf sich warten: „Transparenz-Nullnummer“, „mangelnde Ernsthaftigkeit“, „keine echten Konsequenzen“. In einem Gastkommentar in der Wiener Zeitung setzt Möchtegern-Vizekanzlerin Meinl-Reisinger sogar noch einen drauf. Dort spricht sie von Verstaatlichung von Parteien. Will sie Parteien privatisieren? Ein befremdlicher Gedanke.

Rundumschlag gegen alle, außer ÖVP: Meinl-Reisinger wirbt um Vizekanzleramt

Auf die Spitze treiben es die Freunde der Großwirtschaft mit einer fragwürdigen Inserat-Kampagne in diversen Printmedien. Der NEOS-Nationalratsklub, der als Impressum der Sujets geführt wird, schießt dort gegen alles und jeden. Zu den eigenen Wahlkampfkosten zählt man das bei den Pinken aber wohl nicht.

Während man dem politischen Gegner rufschädigenden Zitate in den Mund legt, inszeniert man sich auf der nächsten Seite „der Heute“ als die saubere Partie der Republik.

Foto: Fotografie des NEOS-Sujets in „der Heute“ vom 1. Juli

 

Es wird klar, dass Pink und Türkis zwei Parteien sind, die mit einer Stimme sprechen. Vorne herum beklagt man sich über angeblich fehlende Transparenz. Hinten herum rotiert die Wunschkoalition des Großkapitals aus Angst vor schmerzhaften Einbußen. Gut, dass es zumindest eine Kontrollpartei in diesem Land gibt. JETZT.

(wb)

Foto: Sujet-Vorschlag aus unserer Redaktion

Titelbild: APA, ZackZack Grafik

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