Skandal bei ÖBB und ASFINAG: Kurz vor Auftauchen des Ibiza-Videos erhöhte Norbert Hofer seinen Parteifreunden ihre fetten Gagen. Das Abschiedsgeschenk für die FPÖ-Leute wird die Steuerzahler Millionen kosten.

Wien, 05.07.2019/ Es ist vier Tage vor dem Ibizaskandal. Infrastrukturminister Norbert Hofer (FPÖ) nimmt eine seiner letzten Amtshandlungen vor. Obwohl die Staatsbahn notorisch klamm und auf Zuschüsse aus Steuergeldern angewiesen ist, erhöht Hofer den Top-Managern die Bezüge. Bei der ÖBB erhöhte sich das Gehalt der Aufsichtsräte von 9.000 auf stattliche 14.000 Euro. In der ASFINAG sind es nun 8000 statt 4000 Euro.

Die Aufsichtsratsgehälter in der ÖBB steigen schneller als ihre Züge fahren können.

Hofer schaut auf seine Freunde

Es trifft keine Fremden: Unter den glücklichen Betroffenen findet sich eine Reihe von Parteifreunden Hofers. Monika Forstinger war Infrastrukturministerin unter Schwarz-Blau I. Gilbert Trattner war FPÖ-Abgeordneter. Barbara Kolm wurde von der FPÖ nicht nur mit ihrer Position bei der ÖBB, sondern auch mit einem Posten bei der Nationalbank bedacht.

Neben dem Grundgehalt der Aufsichtsräte erhöhte sich auch das Sitzungsgeld drastisch. Statt 200 Euro bekommen die Manager jetzt 800 Euro. Begründet wurde diese exorbitante Steigerung der Gehälter mit einer nachgeholten Inflationsanpassung, die seit 2004 nicht erfolgt war.

Zum Vergleich: 2006 betrug das Durchschnittsgehalt eines ÖBB-Zugbegleiters 2300 Euro. Zum heutigen Zeitpunkt sind es 2000. Für die ganz normalen Angestellten reicht es nicht. Aber für seine Freunde hat Hofer gut gesorgt. (red)

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