Es sind wenige Tage vor dem angekündigten Misstrauensantrag der Liste JETZT: Ein anonymer ÖVP-Mitarbeiter lässt auf Anweisung des Bundeskanzleramts sensible Datenträger vor der drohenden Abwahl von Sebastian Kurz schreddern. Auf diverse Medienanfragen setzt die gewohnte türkise Schnappatmung ein: Silberstein, Silberstein, Silberstein. Nun ermittelt die „Soko Ibiza“.

Wien, 20.Juli 2019/ Ein ÖVP-Mitarbeiter ist ins Visier der Polizei gekommen. Der unter Sebastian Kurz im Kanzleramt tätige Mann hat anonym Unterlagen vernichten lassen! Die „Soko Ibiza“ vermutete daraufhin einen Zusammenhang mit dem Ibiza-Video und holte den Mann von seinem neuen Arbeitsort, der ÖVP-Zentrale, ab. Seine Wohnung wurde durchsucht, ein regelrechter Thriller.

Nacht- und Nebelaktion: Wovor hatte die ÖVP Angst?

Dass die Exekutive, die im Auftrag der Grazer Korruptionsstaatsanwaltschaft agiert, überhaupt auf die Geschichte aufmerksam wurde, liegt an einer Betrugsanzeige. Diese wurde von der Firma Reisswolf eingebracht. Der ÖVP-Mitarbeiter hat nämlich die Vernichtung des Datenträgers nicht bezahlt und einen falschen Namen angegeben. Über die angegebene Telefonnummer ermittelte die Polizei schließlich seine Identität und fragte wegen des Verdachts der Unterschlagung von Beweismitteln nach.

Angst vor Veröffentlichung

Als Motiv für die Vernichtung der Datenträger, gab der Mann an, er habe gefürchtet, dass diese Informationen bei einer erfolgreichen Abwahl des jetzigen Altkanzlers an die Öffentlichkeit gelangen könnten. Im selben Atemzug setzte zudem der türkise Beißreflex ein und die vorgebliche Angstvorstellung, dass Tal Silberstein an die Daten gelangen hätte können. Aber: Was verbirgt sich wirklich auf dem ominösen, vernichteten Datenträger?

ZackZack.at wird weiter berichten.

(Red./APA)

Titelbild: APA, Grafik: ZackZack

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