Fukushima eröffnet radioaktiven Badespaß

Verseuchter Strand nur 25 km von zerstörtem Reaktor entfernt

Tokio, 21. Juli 2019 (APA/dpa)/ Plantschende Kinder in der Brandung und Surfer, die auf die nächste Welle warten: Erstmals seit der Reaktorkatastrophe vor mehr als acht Jahren ist ein Strand in der japanischen Präfektur Fukushima wieder freigegeben worden. Viele Menschen vergnügten sich am Samstag am Hitaizumi-Strand in der Stadt Minamisoma in den Fluten des Pazifiks, nur etwa 25 Kilometer entfernt von der Atomruine.

Das Erdbeben der Stärke 9,0 und der Tsunami vom 11. März 2011 hatten weite Teile der japanischen Küste verwüstet und 18.500 Menschen getötet. Im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi wurden die Reaktoren 1 bis 3 zerstört, es kam zu Kernschmelzen. Wegen der radioaktiven Strahlung mussten damals rund 160.000 Menschen fliehen.

Wegen lauter Frösche: Mann ballert in Biotop

Cobra angefordert, Waffenverbot verhängt

Schwechat, 21.Juli 2019(APA) / Weil ihn das Gequake der Frösche im Biotop seines Gartens gestört hatte, hat ein Mann am Donnerstagabend in Schwechat (Bezirk Bruck a. d. Leitha) auf die Tiere geschossen. Aufgrund der unklaren Lage wurde die Cobra angefordert, bestätigte die Polizei am Samstag. Zu einem Einsatz der Sondereinheit kam es nicht, da sich der Schütze vorher stellte.

„Wir konnten wegen der Frösche nicht schlafen. Das hat mich so genervt, dass ich sie mit meinem Flobertgewehr zum Schweigen bringen wollte“, wurde der Beschuldigte in dem Medienbericht zitiert. Besorgte Anrainer alarmierten wegen der Schüsse die Exekutive.

Die Lage vor Ort sei für die ersten eintreffenden Beamten schwierig zu beurteilen gewesen, hieß es seitens der Landespolizeidirektion Niederösterreich. Aufgrund der hörbaren Schüsse im von einer Mauer umgebenen und daher nicht einsehbaren Garten wurde schließlich die Cobra alarmiert. Diese rückte allerdings nicht mehr an, da der Verdächtige wenig später gemeinsam mit seiner Ehefrau vor dem Grundstück erschien.

Über den Schützen wurde nach Exekutivangaben ein vorläufiges Waffenverbot verhängt. Der Mann wird zudem wegen Tierquälerei angezeigt.

Weinproduktion: Aufgrund von Hitzewelle sitzen wir auf dem Trockenen

Deutlicher Rückgang in Frankreich

Paris, 21.Juli 2019 (APA/AFP) / Frankreich rechnet angesichts der Hitzewelle in diesem Sommer mit einem deutlichen Rückgang bei der Weinproduktion. Sie gehe im Vergleich zu 2018 voraussichtlich um sechs bis 13 Prozent zurück, teilte das Landwirtschaftsministerium in Paris am Samstag unter Berufung auf Schätzungen mit.

Demnach werden dieses Jahr womöglich nur zwischen 42,8 und 46,4 Millionen Hektoliter Wein produziert – so wenig wie seit fünf Jahren nicht mehr. Verantwortlich für den erwarteten Rückgang sei insbesondere die Hitzewelle Ende Juni. Die Weinstöcke hätten unter „klimatisch ungünstigen Bedingungen“ geblüht, erklärte das Ministerium.

Davon betroffen waren demnach insbesondere die westlichen Anbaugebiete wie Charente, Bordelais und das Loire-Tal. In den südfranzösischen Regionen Gard, Herault und Var habe die Hitze zu „Brandflecken“ auf Trauben und damit zu Produktionsverlusten geführt. Anders als die heißen Temperaturen sorgten Hagelstürme nur begrenzt für Schäden bei den französischen Winzern.

Titelbild: APA Picturedesk

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