Veganer Wahnsinn! „Steaks“ und „Burger“ vor Gericht

Anbieter will Alternativprodukte weiter als „Fleisch“ bezeichnen dürfen

Washington, 23.Juli 2019(APA/AFP) Burger aus Getreide und Würstchen aus Tofu liegen auch in den USA im Trend – und sind nun ein Fall für die Justiz. Ein Anbieter von Fleischersatzprodukten klagt gegen ein Gesetz im Bundesstaat Arkansas, das die Bezeichnung „Fleisch“ für solche Lebensmittel verbietet, selbst mit der Ergänzung „vegetarisch“ oder „vegan“. Die Firma Tofurkey sieht dadurch ihre verfassungsrechtlich garantierte Meinungsfreiheit eingeschränkt.

Tofurkey stellt eine vor allem aus Tofu bestehende Alternative zu Truthahnfleisch (turkey) her. Hinter der am Montag eingereichten Klage stehen außerdem die einflussreiche Bürgerrechtsorganisation ACLU, die Tierrechtsorganisation Animal Legal Defense und die Vereinigung The Good Food Institute, die sich für die Verbreitung vegetarischer Produkte einsetzt.

Tofurkey-Chef Jaime Athos erklärte, Käufer von pflanzlichen Fleischersatzprodukten träfen ihre Entscheidung nicht etwa, „weil sie betrogen werden“. Vielmehr seien sie sich „der Auswirkungen des Fleischkonsums auf Gesundheit und Umwelt“ bewusst.

Das Gesetz in Arkansas soll diese Woche in Kraft treten. In den Bundesstaaten Missouri, Mississippi und Louisiana sind Klagen gegen ähnliche Gesetze anhängig.

Schönbrunner Elefantenbaby hat einen Namen

Onlineumfrage entscheidet über Namensgebung

Wien, 23.Juli 2019(APA)  Das Elefantenbaby im Tiergarten Schönbrunn hat einen Namen. Das Mädchen heißt „Kibali“. Das ergab die online Namensabstimmung, die Dienstagfrüh endete. Fünf Tage lang konnten Elefanten-Fans auf der Internetseite des Zoos abstimmen. Zur Auswahl standen die Namen „Kibali“ (Fluss im Kongo), „Dunia“ (Swahili: „Welt“) und „Phinda“.

„Kibali“ gewann mit 40,01 Prozent vor „Dunia“ mit 34,20 Prozent. Der Name „Phinda“ war von Beginn an auf Platz drei. Insgesamt wurden 61.017 Stimmen abgegeben – der Großteil natürlich aus Österreich, aber auch aus Deutschland, England, Spanien, Griechenland und den USA. „‚Kibali‘ war der Favorit der Elefantenpfleger. Schön, dass dieser Name gewonnen hat. Er passt auch perfekt zu ‚Numbis‘ ersten Jungtieren ‚Kibo‘ und ‚Tuluba'“, freute sich Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.

Feuer-Drink verbrennt Partygast

Gastgeber wegen fahrlässiger Körperverletzung angezeigt

St. Aegidi, 23. Juli 2019 (APA) Weil er einen besonders spektakulären Drink bei seiner Gartenparty servieren wollte, sieht sich ein 41-jähriger Oberösterreicher nun mit einer Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung konfrontiert: Ein Getränk, das vor dem Genuss angezündet wird, hat am Samstag das Hemd eines 17-Jährigen in Brand gesteckt. Der Bursch wurde verletzt in die Klinik Bogenhausen nach München geflogen.

Was das Unglück auf der Party in St. Aegidi (Bezirk Schärding) ausgelöst hatte, war zunächst unklar. Mittlerweile wurde festgestellt, dass es ein Drink war, der abgeflammt und mit Wasser gelöscht wird. Als der Gastgeber nachschenkte, dürfte noch ein Rest gebrannt haben und die Spirituose entzündete sich explosionsartig, berichtete die Polizei am Dienstag. Brennende Flüssigkeit spritzte auf das Hemd und auf die Haut des 17-Jährigen. Der Bursch konnte das brennende Oberteil noch ausziehen und in einen Pool springen, erlitt aber Brandverletzungen.

Cox will 2 Millionen Katzen umbringen

Australische Arbeitsgruppe will Katzenplage beenden

Canberra, 23. Juli 2019 (APA/dpa) Süße Samtpfoten oder gefährliche Vierbeiner – unter australischen Artenschützern fällt das Urteil über Katzen ziemlich eindeutig aus. Von den zahlreichen Tieren wie Schweinen, Pferden, Hasen oder Füchsen, die europäische Siedler auf ihren Schiffen im 18. Jahrhundert nach Australien mitbrachten, waren es just Katzen, die den heimischen Arten den größten Schaden zufügten.

Gerade sie trugen nach Angaben des Umweltministeriums dazu bei, dass 27 Säugetierarten ausstarben und weitere 124 Spezies bedroht sind. Nach Ankunft der ersten Siedler 1788 gingen dem Kontinent 34 endemische Arten für immer verloren.

Neben den verwilderten Katzen, deren Zahl auf zwischen zwei und 6,3 Millionen geschätzt wird, gibt es etwa 3,9 Millionen Hauskatzen.

2015 zog die australische Regierung angesichts der dramatischen Ausmaße des Übels die Handbremse, erklärte wilde Katzen zu einer Plage und ergriff drastische Maßnahmen: Bis 2020 sollen zwei Millionen wild lebende Katzen getötet werden. Das Ziel: mehr als 100 bereits gefährlich dezimierte und nur in Australien vorkommende Arten vor dem Aussterben zu retten, darunter Vögel, Frösche, Grashüpfer, Schildkröten, Käfer und Krustentiere. Seitdem rücken den ungeliebten Vierbeinern Rangers in den Nationalparks mit Giftködern und Fallen zu Leibe, während Jäger oder Farmer auf ihrem eigenen Land zu Gewehren greifen.

„Wilde Katzen sind die Gefahr Nummer eins – und sie sind überall“, sagt Andrew Cox, Mitglied der staatlich geleiteten Arbeitsgruppe National Feral Cats Taskforce, die die Maßnahmen gegen die gar nicht süßen Katzen leitet. „Wenn man die Katzen nicht kontrolliert, wird man alle kleinen und mittelgroßen australischen Säugetiere verlieren.“

Mehr als eine Million heimischer Vögel fallen pro Tag Katzen zum Opfer, wie eine im Fachmagazin „Biological Conservation“ 2017 veröffentliche Studie herausfand. „Bei Reptilien ist die Zahl noch höher – rund 650 Millionen sterben pro Jahr durch Katzen“, sagt Wissenschafterin Legge.

Titelbild: Pixabay

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