Wer wird Meister, wer steigt ab? ZackZack hat die Bundesligisten unter die Lupe genommen.

Heute unter der Lupe: Admira Wacker.

 Trainer:Reiner Geyer (55)

Platzierung letzte Saison:10.

Stadion:BSFZ-Arena (12.000 Plätze)

Bevorzugtes System: 4-5-1 oder 5-3-2

Marktwert:8,98 Millionen

 

Ausgangslage:

Auf eine erfolgreiche Saison folgte letztes Jahr die Ernüchterung. Lange befand sich die Admira im Abstiegskampf, zwischenzeitlich abgeschlagen Letzter, um schließlich erst am vorletzten Spieltag den Klassenerhalt zu sichern. Mit Sasa Kalajdzic hat die Admira ihren großen Shootingsstar im Sommer abgegeben. Die hohe Ablösesumme wurde jedoch bis jetzt noch nicht wieder investiert. Ein Kampf auf Biegen und Brechen steht den Südstädtern bevor, um diese Saison über dem Strich zu bleiben.

Transfers Sommer 2019

 

Zugänge                                von                                         Ablösesumme

Fabian Menig (25)                  Preußen Münster                    ablösefrei

Roman Kerschbaum (25)       FC Wacker                              ablösefrei 

Christoph Haas (26)               FC Wacker                              ablösefrei

Paul Koller (17)                       Admira II                                

Nicolas Zdichynec (17)          Admira II                                

 

Abgänge                                 zu                                           Ablösesumme

Sasa Kalajdzic (21)                  VFB Stuttgart                         2,50 Millionen

Stephan Zwierschitz  (28)        Austria Wien                          ablösefrei

Manuel Kuttin (25)                   Wolfsberger AC                     ablösefrei

Pyry Soiri (24)                          Esbjerg fB                              unbekannt

Marco Hausjell (20)                 SV Horn                                  unbekannt

Lukas Malicsek (20)                SV Horn                                  Leihe

 

Der Kader:

Tormann: 

Nummer 1 Andreas Leitner ist ein solider Rückhalt. Allerdings auch nicht mehr oder weniger. Manuel Kuttin war mit seiner Rolle als Nummer 2 unzufrieden und hat den Verein Richtung Wolfsberg verlassen. Als sein Ersatz wurde Ex-Rapid II Goalie Christoph Haas vom SV Horn verpflichtet. Für Marcel Köstenbauer (17) wird diese Saison noch zu früh kommen.  

Fazit: Leitner verpasste letzte Saison keine Sekunde und wird auch dieses Jahr wieder den Strafraum hüten. Eine schwierige Angelegenheit angesichts der 62 Gegentoren letzte Saison.

4 von 10 Punkten

 

Verteidigung: 

In der Verteidigung hofft die Admira auf eine bessere Leistung als in der letzten Saison. Auf den Aussenpositionen führt kein Weg am 18-Jährigen Supertalent Emanuel Aiwu vorbei. Der U-20 Nationalspieler dürfte bei anhaltend starken Leistungen wie in der zweiten Saisonhälfte wohl nicht länger als diese Saison zu halten sein. Rechts dürfte die Deutsche Neuerwerbung Fabian Menig eine größere Rolle spielen. Weiters steht der junge Serbe Milos Spaßig (21) und Jonathan Scherzer zur Verfügung welche im Zuge einer Dreierkette auch innen aushelfen könnten. Ihre Partner wären Sebastian Bauer und Routinier Christoph Schösswendter . Mit Fabio Strauss steht noch eine Option zur Verfügung, er spielte aber letzte Saison nur ein magere Minute in der Liga. Verletzungsbedingt fällt Bjarne Thoelke noch länger aus.

 Fazit: Vom Talent her, könnte diese Verteidigung um die oberen Playoff-Plätze mitspielen. Jedoch war ein Großteil der Verteidigung bereits letztes Jahr für die Admira aktiv und erhielt die zweitmeisten Gegentore. Der Verlust von Pferdelunge Stephan Zwierschitz könnte eventuell ins Gewicht fallen. Die Kunst von Trainer Geyer wird sein die jungen Wilden zu einer Einheit zu formen.

6 von 10 Punkten

 

Mittelfeld:

Neuzugang Roman Kerschbaum (25) dürfte gemeinsam mit Wilhelm Vorsager die Schaltzentrale der Südstädter bilden. Admira Urgestein und Kapitän Daniel Toth wird die zwei unterstützen. Der 20-Jährige Däne Morten Hjulmland wird sicher auch ein Wörtchen um einen Startelfplatz mitreden. Weitere Optionen sind Marco Kadlec (19) und Marcus Maier.

Fazit: Das Mittelfeld der Südstädter ist mit Sicherheit eine der Schwachstellen. Große Kreativität verbirgt sich nicht hinter Geyers Spielern. Gerade in der Zentrale ist Geyer kein Freund von Rotation, nur fünf Mittelfeldspieler bestritten letzte Saison mehr als 10 Spiele.

4 von 10 Punkten

 

Sturm:

Im Sturm ist die auffälligste Neuerung der Verlust von Rekordabgang Sasa Kalajdzic. In 15 Einsätzen letzte Saison erzielte der U-21 Nationalspieler 8 Tore. Trotz seines Abgangs besitzt die Admira noch schlagkräftige Optionen. Patrick Schmidt (20) kam auf dieselbe Trefferzahl wie Kalajdzic. Zudem besitzt man noch den Türken Sinan Bakis und Ex-Rapidler Dominik Starkl. Ein Totalausfall im letzten Jahr war der Kroate Marin Jakolis, in 23 Partien erzielte der 22-Jährige mit einem Marktwert von 800.000 € ein mageres Tor.  

Fazit: Schmidt ist für sein junges Alter bereits ein verlässlicher Bundesligastürmer. Auch Bakis und Starkl sind passable Alternativen. Vielleicht wir noch der ein oder andere Euro in einen weiteren Stürmer investiert.

4 von 10 Punkten

 

Der Trainer:

Seit Oktober 2018 schwingt der deutsche Reiner Geyer bei den Niederösterreichern das Zepter. Unter dem Ex-Nürnberg Profi führte die Admira vom letzten Tabellenplatz aufgrund eines starken Playoffs auf den zehnten Platz.

von 10 Punkten

 

Gesamt:

23 von 50 Punkten

Pro:

Die Admira besitzt eine junge Truppe. Mit einem Altersdurchschnitt von 23 Jahren besitzt die Admira gemeinsam mit Salzburg die jüngste Mannschaft der Liga. Mit Leitwolf und Kapitän Toth besitzt man jemanden der die Jungspunde führen kann. Zudem spülte der Transfer von Kalajdzic willkommenes Geld in die Kassen des meist um die Lizenz zitternden Vereins und könnte ihnen ruhigere Wochen bei der Lizenzvergabe gewährleisten.

 

Contra:

In Sachen Einkaufspolitik war es eine ruhige Zeit für die Admiraner. Vielleicht sogar ein bisschen zu ruhig. Die Admira darf sich wohl auf einen Platz im unteren Playoff einstellen und wird wohl um den Klassenerhalt zittern müssen

Vermutliche Endplatzierung: Platz 11

(bf)

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