Der Sommer ist in vollem Gange und Österreich versucht sich so gut wie möglich vor der Hitze zu schützen. Auch unsere pelzigen Vierbeiner leiden unter den tropischen Temperaturen. ZackZack.at fasst alle wichtigen Infos und Tipps für Sie zusammen.

Jeder Hundebesitzer kennt die Situation. Während der Autofahrt fällt einem ein, dass man noch ein paar Kleinigkeiten besorgen und noch schnell beim Laden um die Ecke Halt machen kann.

Bello, Chico und Co. müssen in der Zwischenzeit im Wagen bleiben, was für diese jedoch fatal enden kann. Innerhalb kürzester Zeit kann die steigende Hitze im Wagen zur Todesfalle für unsere Vierbeiner werden.

Warum sind hohe Temperaturen bei Hunden so gefährlich?

Hunde sind kaum in der Lage zu schwitzen und können ihre Körpertemperatur hauptsächlich durch die Pfoten, ihre Nase und durch Hecheln regulieren. Bei längerem Verweilen bei zu hohen Temperaturen, ist es für sie nicht mehr möglich, ihren Wärmehaushalt zu regulieren. Sie erleiden daher schnell einen Hitzeschlag, welcher tödlich enden kann! Ein Drama: bereits im Frühjahr kam es in Österreich zu Vorfällen dieser Art.

Nur wenige Minuten können ausreichen, um ihren Vierbeiner in eine gefährliche Situation zu bringen.

Wie erkenne ich, ob mein Hund einen Hitzeschlag erlitten hat?

  • starkes Hecheln
  • tiefrote Zunge und Ohren
  • Erbrechen
  • Erschöpfung
  • Krämpfe, Zittern
  • Starker Speichelfluss
  • beschleunigter Pulsschlag
  • nervöses oder panisches Verhalten
  • Bewusstlosigkeit

Welche Sofortmaßnahmen sind im Notfall zu treffen?

  • Umgehend den Hund mit Wasser versorgen. Darauf achten, dass das Wasser nicht zu kalt ist, da das den Kreislauf noch stärker belasten würde. Bei Bewusstlosigkeit dem Hund unter keinen Umständen Wasser einflößen.
  • Ein Übergießen mit kalten Wasser unbedingt vermeiden
  • Das Tier mit kalten Handtüchern bedecken und die Pfoten gut gekühlt halten.
  • Sobald eine Besserung bemerkbar ist, umgehend einen Tierarzt aufsuchen.

Worauf ist an heißen Tagen noch zu achten?

Wichtig ist, dass Mittagssparziergänge in schattigen oder begrünten Zonen abgehalten, aber sonst vermieden werden, da sich Asphalt bis zu 50-60°C erhitzen kann. Ideal sind gemütliche Spaziergänge frühmorgens, wenn es noch nicht so warm ist oder am späten Abend, wenn es schon abgekühlt hat. Die Spaziergänge sollten kurz sein – lieber einen Spaziergang mehr einplanen! Achten Sie auf Pausen im Schatten und bieten Sie Ihrem Liebling Wasser an. Vermeiden Sie Kommandos wie „Sitz“ oder „Platz“ auf der Straße. Insbesondere für Hunde mit kurzem Fell kann das bei heißem Asphalt äußerst unangenehm sein.

Regelmäßiges Ausbürsten des Unterfells oder ein Sommerschnitt sind sehr zu empfehlen. Hierbei ist nur die Art des Felles zu beachten. Ihr Tierarzt kann ihnen passend zu der Fellart ihres Hundes eine Empfehlung geben.

Auf den passenden Maulkorb sollte immer geachtet werden. Bei heißen Temperaturen umso mehr. Das bedeutet: Der Maulkorb muss so tief geschnitten sein, dass der Hund problemlos tief hecheln kann. Ist der Maulkorb nicht tief genug, kann der Hund seine Körpertemperatur nicht regulieren. Absolutes No-Go: Maulschlaufen!

Badespaß an der Neuen Donau

Foto: APA Picturedesk

Diese Gagets bringen zusätzliche Abkühlung

  • Selbstkühlende Matten und Westen sind eine tolle Maßnahme an heißen Tagen – für zuhause und die Autofahrt
  • Eis-Kong: einen klassischen Kong füllen und dann ab ins Gefrierfach
  • Hundepools dienen für reichlich Abkühlung und Spaß
  • Hundetrinkflaschen für unterwegs

Titelbild: Pixabay

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