Wenn nicht jetzt, Wan-Tan? Illegale Teigtascherlnfabrik gefunden

In Privatwohnung tausende Taschen produziert

Wien, 29.Juli 2019 (APA) –

In einer Privatwohnung in Wien-Favoriten hat die Finanzpolizei am vergangenen Montag eine offenbar illegale Teigtascherl-Fabrik entdeckt. Nachdem den Beamten die Tür geöffnet worden war, trafen sie vier chinesische Staatsbürger inmitten der Produktion an. Befragt zu der großen Menge an Teigtaschen und enormen Mehlvorräten gab der Mieter an, sie seien für den Eigenbedarf bestimmt.

Angesichts eines Blicks in die riesigen Gefrier- und Kühlschränke und auf mehrere Tausend Teigtascherln erschien diese Aussage den Beamten aber „alles andere als glaubwürdig“, teilte die Finanzpolizei am Montag mit. Da sich nicht alle Köche ausweisen konnten, wurde außerdem die Sicherheitspolizei verständigt. Diese fand in Kleiderschränken versteckt zwei weitere Chinesen ohne Ausweise.

Weiters wurde ein Karton mit 48 Stangen chinesischer Zigaretten gefunden, sodass neben der Fremdenpolizei auch die Zollfahndung eingeschalten wurde. Die sechs Chinesen wurden verhaftet. Nun wird nach dem Auftraggeber der Teigtascherlproduktion gefahndet.

Erde überlastet! Ab heute leben wir auf Ökokredit

Natürliche Ressourcen für dieses Jahr bereits aufgebraucht

Paris, 29.Juli 2019 (APA/AFP) –

Die Menschheit hat die natürlichen Ressourcen der Erde für dieses Jahr rechnerisch verbraucht und lebt fortan ökologisch „auf Kredit“. Nach Angaben der Organisation Global Footprint Network markiert der Montag den sogenannten Erdüberlastungstag. Das bedeutet, dass die Menschheit zu diesem Zeitpunkt so viele Ressourcen beansprucht hat, wie alle Ökosysteme im gesamten Jahr erneuern können.

Um die von der Menschheit verbrauchten ökologischen Ressourcen wie Wasser, Land, Holz und saubere Luft zu liefern, wären derzeit 1,75 Erden notwendig, warnte das Global Footprint Network. Die international tätige Nachhaltigkeitsorganisation mit Sitz im kalifornischen Oakland erklärte, die Kosten dieses Verbrauchs würden immer stärker sichtbar, etwa durch Abholzung, Bodenerosion, den Verlust von Artenvielfalt oder den Anstieg von CO2 in der Erdatmosphäre.

Der Erdüberlastungstag fällt in diesem Jahr auf den 29. Juli und damit drei Tage früher als im vergangenen Jahr und sogar zwei Monate früher als vor 20 Jahren.

Der Erdüberlastungstag ist dabei ein globaler Durchschnittswert – von Land zu Land gibt es beim Ressourcenverbrauch gewaltige Unterschiede. Die Umweltschutzorganisation WWF erklärte, im Emirat Katar sei der Überlastungstag bereits nach 42 Tagen erreicht, in Indonesien dagegen erst nach 342 Tagen. Hätten alle Menschen den gleichen Ressourcenverbrauch wie US-Bürger, wären ganze fünf Erden nötig.

Uber-Rückkehr noch offen

Fahrvermittler weiterhin am Abstellplatz

San Francisco/Wien, 29.Juli 2019 (APA) –

Der Fahrtenvermittler Uber ist seit vergangenen Donnerstag in Österreich nicht verfügbar. Das Unternehmen, das im Regelbetrieb bisher nur in Wien präsent war, muss eine Reihe von gerichtlichen Auflagen erfüllen und hat deshalb seine Services vorübergehend eingestellt. Wann wieder Fahrten über die Uber-App buchbar sein werden, sei nach wie vor offen, sagte eine Sprecherin am Montag auf APA-Anfrage.

„Es gibt noch kein genaues Datum“, meinte die Sprecherin. Die nötigen Prozesse seien am Laufen. Uber braucht eine Niederlassung in Österreich und eine entsprechende Gewerbeberechtigung, um seine Dienste hierzulande anbieten zu können. Über eine heimische Niederlassung verfügt Uber laut eigenen Angaben bereits, die Gewerbelizenz sei bereits beantragt worden. „Wir wissen noch nicht, wie schnell das geht“, sagte die Sprecherin. Vorige Woche hatte der Fahrtenvermittler angekündigt, „im Laufe der nächsten Wochen“ zurück sein zu wollen, wobei es auf Nachfrage hieß, dies könnte schon Anfang August der Fall sein.

Uber liegt seit längerem im Clinch mit der Taxibranche. Die Taxizentrale 40100 hatte am vergangenen Donnerstag eine einstweilige Verfügung beim Handelsgericht Wien erwirkt, wonach Uber „die Durchführung von Verkehrsdienstleistungen ohne Niederlassung und Gewerbeberechtigung untersagt“ wird. Betroffen vom vorübergehenden Aus sind alle Dienste in Wien – also UberX, Green, Black und Van – sowie die Pilotphasen in Salzburg, Graz und Linz, wo Uber gerade einen Markteintritt testet. Das Unternehmen kooperiert in Österreich insgesamt mit knapp 300 Mietwagenunternehmen, die rund 3.000 Beschäftigte haben.

Ganz Johannesburg fürchtet sich vor Affen

„Bruce, the baboon“ nach zwei Wochen erwischt

Johannesburg, 29. Juli 2019 (APA/dpa) –

Zwei Wochen lang war in der südafrikanischen Metropole Johannesburg der Affe los – jetzt wurde der verirrte Pavian eingefangen. „Bruce, the baboon“, wie er von den Medien des Landes getauft wurde, hielt tagelang die Bevölkerung in Atem.

Auf Videos von Überwachungskameras und Passanten ist zu sehen, wie er über Hausdächer und Balkone rast, auf Stromkabeln balanciert und über die Straßen der noblen Vororte der Stadt flitzt. Das Tier sei bereits am Vortag im benachbarten Ort Krugersdorp festgesetzt worden, sagte Cora Bailey von der Tierschutzorganisation CLAW dem TV-Sender eNCA am Montag. Nach einer eingehenden Untersuchung soll der Affe demnächst in unbewohntem Gebiet wieder ausgesetzt werden. Unklar ist woher es kam.

Paviane gelten wegen ihrer spitzen Zähne als gefährlich für die Menschen. Auf der Suche nach Futter sind die Affen mitunter sehr aufdringlich – bei beliebten Aussichtspunkten rund um die Touristenmetropole Kapstadt etwa sind sie wiederholt zum Schrecken argloser Urlauber geworden.

Wildtiere verirren sich zwar selten in die Großstädte des Kap-Staates, machen dort aber immer mal wieder Schlagzeilen. Zuletzt wurde vergangene Woche in dem bei Johannesburg gelegenen Ort Benoni ein junger Leopard gefangen – er hatte sich hinter einer Waschmaschine versteckt.

Titelbild: APA Picturedesk

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