Grillverbot aufgehoben

Endlich wieder die Gegend verrauchen!

Wien (APA) / Das wegen der Rekordhitze und Trockenheit verhängte Grillverbot in Wien ist am Dienstag aufgehoben werden. Damit ist Grillen auf den dafür vorgesehenen Plätzen wieder erlaubt, teilte das Rathaus per Aussendung mit. Bis dahin waren die Wiener einsichtig gewesen: Während des Verbots, das am 2. Juli in Kraft getreten ist, seien bei Kontrollgängen kaum Probleme oder Verstöße festgestellt worden, hieß es.

Stark frequententierte Grillplätze befinden sich in Wien vor allem auf der Donauinsel, in Liesing und selbst in der noblen Krapfenwaldgasse im Villenbezirk Döbling.

Erpressung mit Fake-Porno

„Koryphäe“ wurde mit Sexvideo erpresst, das gar nicht existierte

Wien (APA) /Mit einem ungewöhnlichen Erpressungsfall hat sich am Dienstag ein Schöffensenat am Wiener Landesgericht befasst. Ein 40-Jähriger soll einer weiblichen Bekanntschaft, mit der er im Vorjahr über eine Dating-Plattform in Kontakt gekommen war, insgesamt 2.100 Euro abgeluchst haben, indem er sie mit einem Sex-Video unter Druck setzte, das in Wahrheit gar nicht existiert.

Während der Mann mit einer Heimpflegerin liiert war und sich mit dieser Frau zuletzt auch verlobt hatte, suchte er offenbar regelmäßig andernorts schnellen Sex. Er lernte eine 44-jährige Frau kennen, deren diesbezügliche Qualitäten er Richter Gerald Wagner nun folgendermaßen beschrieb: „Herr Rat, die Frau is‘ a Koryphäe.“

Nachdem man sich wieder einmal vergnügt hatte, habe ihm die Frau noch im Bett liegend offenbart, sie hätte gern einmal Sex mit einem Jugendlichen. „Das war a Nachtgespräch“, verriet der Angeklagte dem Gericht, „sie hat mir um elf auf d‘ Nacht g’sagt, dass sie auf junge Buben steht. Um zwölf hab‘ i ihr g’sagt, i kann ihr an bringen.“

In weiterer Folge soll der 40-Jährige – folgt man der Anklage – ein abenteuerliches Szenario entwickelt haben. Demnach gaukelte er seiner Bekannten vor, ein unmündiger Bub aus seinem Umfeld habe grundsätzlich Interesse an einer reiferen Frau, wolle diese aber vorher sehen. Zu diesem Behufe wurde ihre Wohnung beim nächsten Treffen komplett verdunkelt und die Frau musste sich – möglichst verführerisch – verkehrt zur Tür auf die Couch setzen. Dann tat der 40-Jährige so, als würde ein zwölf oder 13 Jahre alter Bub die Wohnung betreten und die Frau in Augenschein nehmen, ohne dass sie ihn sehen durfte. Offenbar ließ sich die 44-Jährige tatsächlich täuschen.

Denn einige Zeit später – im November 2018 – verlangte der Angeklagte von der 44-Jährigen plötzlich 1.600 Euro. Ansonsten würde er ein Video veröffentlichen, das sie bei verbotenem Sex mit einem Unmündigen zeigt. Die Frau zahlte, obwohl es sowohl laut Staatsanwaltschaft als auch laut Angeklagtem die entsprechenden Aufnahmen nicht gibt.

„Sie wissen gar nicht, wie einfach das war“, hielten die verdutzten Kriminalisten nach der Festnahme des 40-Jährigen dessen Angaben bei seiner Beschuldigteneinvernahme fest. Er habe der Frau „a G’schichtl druckt“, verriet der Mann der Polizei. Und weiter: „Da is ma afach der Pülcher durchgangen.“

Titelbild: APA Picturedesk

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