Wien, 31. Juli 2019/

  • Mit ca. 45 Jahren fast schon ein „Oldie“ im Jünger-Kabinett des Altkanzlers
  • Offiziell war er Pressesprecher von Kurz, inoffiziell knallharter Medienkontrolleur
  • Dementiert Gerüchte zu unmoralischen Angeboten an seinen alten Bekannten aus dem Silberstein-Umfeld

Profil:

Kurz-Jünger mit Leib und Seele. Bei den Medien des Landes gefürchtet als knallharter Interventionist. Wer wissen will, wie der Altkanzler mit aller Macht seine Botschaften „durchdrücken“ wollte (und immer noch will), muss wohl bei Fleischmann anfragen. Kritik am Altkanzler ließ Gerald Fleischmann unter keinen Umständen zu. Bei kritischen Beiträgen über Kurz soll er mit weniger freundlicher Tonalität bei Journalisten sturmgeklingelt haben, teilweise auch mitten in der Nacht. Jegliche Interviews und Pressestatements der ÖVP gingen nur über Fleischmann. Völlig absurd: So mussten offenbar auch Minister für ihre Statements bei Fleischmann um Freigabe bitten! Persönliche Zuschreibungen reichen von „absolut loyal“ seinem Herren Kurz gegenüber, bis hin zu „vollkommen unbeliebt“ in der Medienszene. Pikant: Fleischmann wurde vorgeworfen, er habe versucht, Silberstein-Partner Peter Puller von der SPÖ zu einer Unsumme von ca. 100.000 Euro abzuwerben! Fleischmann selbst bestreitet dies. Ein Verfahren gegen ihn wurde zwar eingestellt. Mit Puller pflegt er allerdings seit seiner Zeit bei der ÖVP Steiermark ein enges Verhältnis.

Interessantes:

Irre: Die Causa Silberstein ist nicht die einzige „Überläufer-Geschichte“, bei der Fleischmanns Figur zumindest etwas schief aussieht. Vom neugrünen Blatt „Der Standard“ wechselte er zu „News“, ehe er sich plötzlich bei der ÖVP Niederösterreich wiederfand. In der Ära Josef Pröll lernte er unter Gerhard Karner Kontrolle und Drill. Eine spannende Wandlung! Hat sein Weg erst begonnen oder hört er im September auf? ZackZack.at bleibt dran.

 (wb)

Titelbild: APA

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