Kärntner will auf Vogel schießen – trifft fahrendes Auto

Knapp daneben ist auch vorbei

Seeboden, 2. August 2019(APA) –

Ein 57-jähriger Kärntner hat Donnerstagfrüh in Seeboden (Bezirk Spittal an der Drau) mit einer Schleuder auf Vögel in einem Baum geschossen, aber ein vorbeifahrendes Auto getroffen. Laut Polizei war ein Ehepaar mit dem Pkw unterwegs, als plötzlich mit einem Knall die Heckscheibe zerbrach. Ein Einschussloch wurde gefunden.

Die Ermittlungen der Polizei verliefen erfolgreich: Der 57-Jährige sagte, dass er vom ersten Stock seines Wohnhauses aus auf einen Baum neben der Straße geschossen habe, um Vögel zu verscheuchen. Dabei verwendete er eine sogenannte „Schlauchschleuder“, als Munition dienten sechs Millimeter große Metallkugeln. „Aufgrund der Beschaffenheit des Schießgeräts war ein genaueres Zielen, beziehungsweise Treffen des Baumes nicht möglich“, merkte die Polizei in ihrer Aussendung an. Der 57-Jährige wird angezeigt.

Auf den Zahn gefühlt! 526 Zähne in Kindermund gefunden

Indischer Junge übersteht Operation gut.

Neu-Delhi, 2. August 2019(APA/dpa) –

Eine ungewöhnlich große Zahl an Zähnen haben Ärzte im Südosten Indiens eigenen Angaben zufolge aus dem Kiefer eines Buben herausoperiert. „Wir haben 526 Zähne in der Größenordnung von 0,1 Millimeter bis 15 Millimeter entfernt“, sagte Pratibha Ramani, Chefin der Fachabteilung im Krankenhaus Saveetha Dental College and Hospital in Chennai, am Freitag.

Alle Zähne hätten Wurzel, Krone sowie Zahnschmelz gehabt. Ramani zufolge ist dies der bisher größte dokumentierte Fund von Zähnen im Mund eines Menschen.

Der Siebenjährige habe zuvor über Kieferschmerzen und Schwellungen geklagt, ohne dass die im rechten Unterkiefer versteckten und nicht sichtbaren Zähne entdeckt worden seien, sagte Ramani weiter. Demnach litt er an einem sogenannten Odontom, einer gutartigen Geschwulst, die viele rudimentäre Zähne enthalten kann. Ungewöhnlich ist jedoch die Zahl. Der Bub habe nach dem Eingriff nun eine „gesunde Anzahl von 21 Zähnen“ und sei drei Tage nach der Operation entlassen worden. Der fünfstündige Eingriff erfolgte bereits am 11. Juli, wie das Krankenhaus weiter mitteilte. Das Team um Ramani habe danach aber erst einmal alle entfernten Stücke analysiert, bevor es mit dem Fund an die Öffentlichkeit ging. Die 526 Zähne hatten demnach ein Gewicht von insgesamt 200 Gramm.

4,5 Tonnen Koks in Sporttaschen entdeckt

Wert von halber Milliarde Euro

Hamburg, 2.August 2019(APA/dpa) –

Es ist ein Rekordfund für den Hamburger Zoll: viereinhalb Tonnen Kokain mit einem Straßenverkaufswert von rund einer Milliarde Euro. Versteckt waren die Drogen auf einem vor zwei Wochen im Hafen eingetroffenen Containerschiff.

In einer der Stahlboxen entdeckten die Beamten 211 schwarze Sporttaschen – und darin mehr als 4.200 Pakete mit gepresstem Kokain, wie das Hauptzollamt am Freitag mitteilte. Diese „enorme Menge“ sei das größte jemals einzeln in Deutschland sichergestellte Volumen, berichteten die Beamten. Das Kokain sei unter strenger Geheimhaltung und umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen bereits vernichtet worden.

Der Zoll sprach von einem erneuten „empfindlichen Schlag“ gegen die internationale Suchtgiftkriminalität. Die Beamten hätten nach ihrer Risikoanalyse einen verdächtigen Container aus Montevideo (Uruguay), der für Antwerpen in Belgien bestimmt gewesen sei, aus dem Schiffsverkehr gezogen. Als sie den Container öffneten – die Fracht war als Sojabohnen deklariert -, sahen die Zöllner jedoch nur eine große Menge an schwarzen Sporttaschen. Beim Öffnen entdeckten sie dann die Koks-Pakete mit ihrem tonnenschweren Gesamtgewicht.

„Mit seiner ausgefeilten Risikoanalyse gelingt es dem Zoll, aus der enormen Anzahl an Containern, die tagtäglich den Hamburger Hafen passieren, die richtigen zu öffnen und illegale Waren herauszufischen“, lobte der für den Zoll zuständige Staatssekretär im Finanzministerium, Rolf Bösinger. Knapp neun Millionen Standardcontainer (TEU) werden jährlich im Hafen umgeschlagen. Hier wurden Drogen auch schon unter Bananen, in Kaffee oder wie jetzt erneut in Sporttaschen entdeckt. Sie können unterwegs von den Schmugglern notfalls schnell über Bord geworfen werden. Im aktuellen Fall ermitteln die Hamburger Zollfahnder nun unter anderem gegen potenzielle Auftraggeber.

2018 hatten die Hamburger Zöllner insgesamt rund 700 Kilogramm Kokain sichergestellt, nach in Summe vier Tonnen im Jahr davor. „Wir können nicht verlässlich alle Verstecke finden, das ist von Jahr zu Jahr unterschiedlich“, hatte der Leiter des Hauptzollamtes Hamburg, Christian Schaade, bei der Jahresbilanz 2018 gesagt. Größter Einzelfund waren rund 100 Kilogramm Kokain aus Brasilien. Die Drogen waren in extra eingeschweißten Böden zweier alter VW-Busse versteckt.

Wegen Flut: Krokodile in Millionenstadt angespült, attackieren Hunde

Indische Stadt erlebt bissige Überraschung

Neu-Delhi, 2.August 2019(APA/AFP) –

Nach heftigen Regenfällen und Überschwemmungen sind Krokodile aus einem Fluss in die indische Millionenstadt Vadodara gespült worden. Wie die Polizei mitteilte, fielen innerhalb von 24 Stunden 50 Zentimeter Regen, und der Vishwamitri-Fluss trat über die Ufer.

Mehrere Krokodile wurden demnach dabei beobachtet, wie sie Hunde in überfluteten Wohngebieten attackierten. Ein in den Online-Netzwerken verbreitetes Video hält einen dieser Angriffe fest.

Laut Polizei starben bisher fünf Menschen infolge der Überflutungen, darunter zwei durch Stromschlag und zwei weitere durch eine einstürzende Mauer. Zahlreiche Straßen, Brücken und der Bahnhof der Stadt waren gesperrt, ganze Stadtviertel von der Außenwelt abgeschnitten. Rund 5.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen.

Mehr als 250 Menschen waren in den vergangenen Wochen in Indien bei verheerenden Überschwemmungen infolge des Monsuns ums Leben gekommen. Am schwersten betroffen waren die nordindischen Provinzen Assam und Bihar.

Titelbild: APA Picturedesk

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