Die abgewählte Kurz-Regierung warb mit Sparen im System, heraus kam eine irre Verschwendungssucht: Ganze 1,33 Mio. Euro wurden für Inserate in Printmedien ausgegeben. Eigenwerbung war offenbar wichtiger als die Entlastung der Österreicher. Die Liste JETZT kritisiert die Ausgaben als parteipolitisches Marketing auf Kosten der Republik.

Wien, 1. August 2019 / Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht eine neue Kostenexplosion der abgewählten Kurz-Regierung aufpoppt. Durch eine parlamentarische Anfrage der Liste JETZT kam jetzt raus, dass die Sinnlos-Kampagne „Entlastung Österreich“ alles war, nur keine Entlastung für Österreich. Sie koste schlappe 1,33 Mio. Euro! Pikant: Im April war noch von 700.000 Euro die Rede. Ein Unterschied von mehr als einer halbe Million Euro. In Wahrheit kostete die Eigenwerbung fast das Doppelte!

Liste JETZT deckt nächste Kostenexplosion auf

Aus dem Nationalratsklub der Liste JETZT hieß es, die Kampagne sei eine „durch Steuergeld finanzierte Werbeeinschaltung für ein politisches Programm“. Die Kosten von 1,33 Mio. Euro tun weh: Der durchschnittliche Österreicher muss dafür mehr als 40 Jahre hackeln! Die Liste JETZT ist auch deshalb erzürnt, weil der Informationsgehalt der Inserate im kaum messbaren Bereich lag. Aufatmen für Österreich: Die Koalition platzte infolge des Ibiza-Grauens, die sogenannte „Steuerreform“ war abgesagt.

Werbe-Wahnsinn weitet sich aus: Wenn Marketing wichtiger wird als Politik

Offensichtlich handelte es sich um eine der Marketingblasen der abgewählten Kurz-Regierung. Bis 25. Mai wurde munter weiter kampagnisiert – trotz Ibiza-Beben! Fest steht: Entlastet wurde nichts, dafür wurde wieder mal ordentlich Geld für parteipolitische Werbezwecke hinausgeblasen. Und das ausgerechnet vom Finanzministerium. Erhofft habe man sich von Seiten des Ministeriums die Ankurbelung der Konjunktur. Vielleicht war damit aber eher die Ankurbelung des Vorwahlkampfes der ÖVP gemeint?

(wb)

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