Wer wird Meister, wer steigt ab. ZackZack hat die Bundesligisten unter die Lupe genommen.

Heute unter der Lupe: Sturm Graz.

 

Trainer:Nestor el Maestro (36) 

Platzierung letzte Saison: 5

Stadion:Merkur Arena (16.364 Plätze)

Bevorzugtes System: 4-3-1-2 oder 3-4-2-1

Marktwert:20 Millionen

 

Ausgangslage:

Nach einer wechselhaften Saison, in der man sich gerade noch so für die Europa League qualifizierte (und aus dieser bereits wieder ausschied), werden die Grazer nun alles daransetzen, diese Saison wieder die Top Drei anzugreifen. Die größte Veränderung am Transfermarkt des SK Sturm Graz war wohl keiner der Kaderspieler, sondern der neue Trainer Nestor El Maestro. Schmerzhaft war in der Transferphase sicher der Abgang vom ewigen Talent Sandi Lovric. Wichtigste Zugänge sind der verlorene Sohn Christoph Leitgeb und der albanische Teamstürmer Balaj.

Transfers Sommer 2019

 

Zugänge       

Christoph Leitgeb      (34)      Red Bull Salzburg                  ablösefrei

Emanuel Sakic           (28)      Atromitos Athen                     ablösefrei

Bekim Balaj                (28)      Akhmat Grozny                      ablösefrei

Thorsten Röcher        (28)      Ingolstadt                               Leihe

 

Abgänge                                

Sandi Lovric               (21)      FC Lugano                             ablösefrei

Lukas Grozurek          (27)      Karlsruhe                                Leihe              

Arnel Jakupovic         (21)      FC Empoli                              Leih-Ende

Der Kader:

 

Tormann:

Im Tor sind die Rollen bei den Grazern klar verteilt. Siebenhandl geht wieder als Nummer 1 in die Saison. Letztes Jahr verfügte man über die drittbeste Verteidigung der Liga. Die beiden jungen Schützenauer (22) und Christopher Giuliani (20) werden wohl zu keinen Einsätzen kommen.

Fazit: Siebenhandl hat nun schon über mehrere Jahre bewiesen, dass er aktuell einer der besseren österreichischen Torhüter ist

von 10 Punkten

 

Verteidigung: 

Die Innenverteidigung ist die Paradeposition der Steirer. Mit Supertalent Dario Maresic (19) steht wohl ein zukünftiger Nationalspieler in den Reihen. In seinem jungen Alter bestritt er bereits 67 Bundesligaspiele. Neben ihm ist auch Lukas Spendlhofer gesetzt. Hinter dem Ex-Inter-Legionär muss sich der Grieche Avlonitis hinten anstellen. Er kam jedoch letzte Saison auch zu seinen Einsätzen (20). Der junge Florian Ferk wird als Ergänzungsspieler agieren. Zur Not kann auch Markus Lackier die Position des Innenverteidigers bekleiden.

Auf der rechten Außenbahn hat Emanuel Sakic den Zweikampf mit dem letztjährigen Dauerbrenner Fabian Koch gewonnen. Auf der linken Seite führt kein Weg an Thomas Schrammen vorbei.  

Fazit: Die Stammviererkette der „Blackies“ kann sich durchaus sehen lassen, in der Breite fehlt es jedoch etwas an Alternativen.

8 von 10 Punkten

 

Mittelfeld:  

Die große Änderung im Mittelfeld der Grazer ist die Rückkehr des verlorenen Sohnes Christoph Leitgeb von RB Salzburg. Vorerst wird er jedoch noch Platz auf der Bank nehmen müssen und wird wohl aufgrund seiner Routine besonders hinter den Kulissen wichtig sein. Bisher setzte El Maestro in der defensiven Zentrale auf Ivan Ljubic und den Spanier Juan Domínguez. Vor den beiden agiert der georgische Nationalspieler Otar Kiteishvili. Flankiert wird er auf der linken Seite von Weltenbummler Jakob Jantscher, der in der ersten Runde mit einem Doppelpack gegen St.Pölten glänzte. Rechts musste El Maestro bis jetzt auf den etatmäßigen Kapitän Stefan Hierländer aufgrund einer Verletzung verzichten. An seiner Stelle agiert wohl Philipp Huspek. Eine weitere Alternative ist der 19-jährige Michael John Lema.

Fazit: Im Mittelfeld fehlt den Grazern das besondere Etwas. Die Stammaufstellung besteht aus gut durchschnittlichen Bundesligaspielern, jedoch auch nicht mehr. Gerade im Vergleich zu den direkten Konkurrenten um einen Europa League-Platz hinken sie hier hinterher.

von 10 Punkten

 

Sturm: 

Bauchweh dürfte den Sturm-Fans diese Saison wohl der Angriff machen. Gerade deswegen hat Geschäftsführer Kreissl noch einmal auf dem Transfermarkt zugeschlagen und mit dem bulligen albanischen Teamspieler Bekim Balaj eine weitere Option für den Angriff verpflichtet. Bis er seine Arbeitserlaubnis erhält wird Heimkehrer Thorsten Röcher als Mittelstürmer agieren. Mit dem ehemaligen Torschützenkönig Philipp Hosiner verpflichtete man letzte Saison eine große Hoffnung für die Offensive, jedoch netzte er nur drei Mal ein. Toptorschütze der letzten Saison Markus Pink (6 Tore) und der Nigerianer Emeka Eze müssen sich wohl hintenanstellen.

Fazit: Viel wird davon abhängen, ob Balaj die erhoffte Verstärkung für die Schwarz-Weißen sein wird. Die anderen Stürmer überzeugten letzte Saison nicht.

5 von 10 Punkten

 

Der Trainer:

Seit dieser Saison ist Nestor El Maestro (gebürtig Jevtic) der neue Dirigent der Grazer. Gemeinsam mit seinem Bruder Nikon El Maestro soll der Engländer Graz wieder zurück auf die Überholspur bringen. Nach Co-Trainer-Stationen bei Schalke, Hannover Hamburg und der Austria fuhr er bei seiner ersten Cheftrainerposition bei Spartak Trnava gleich den ersten Meistertitel für die Slowaken ein. Danach wurde er bei ZSKA Sofia trotz Platz 2 entlassen. Die Erwartungen der Fans an ihn sind sehr hoch. Das Ausscheiden in der Europa League versetzte den Anhängern zumindest einen ersten Dämpfer.

von 10 Punkten

Gesamt:

33 von 50 Punkten

Pro:

Die Defensive der Grazer ist der große Trumpf. Viel wird von Neuzugang Balaj abhängen, auch ob die Offensivschwäche des letzten Jahres überwunden werden kann. Leitwolf Leitgeb soll für die nötige Routine bei den Grazern auch außerhalb des Platzes vermitteln. Trainer Maestro überzeugte bei seinen bisherigen Stationen und könnte die Grazer wieder an alte Erfolge anknüpfen lassen.

Con:

Die Offensive ist die große Baustelle der Grazer. Gerade im Kampf um die internationalen Plätze könnte sie hier den Kürzeren ziehen. Zudem merkt man, dass bei ausbleibendem Erfolg der Fansupport schnell wegbrechen kann in Graz-Liebenau.

Vermutliche Endplatzierung: Platz 5

 

(bf)

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