Notre-Dame soll ein „Hauberl“ bekommen

Schutzglocke Wegen Bleiverschmutzung im Gespräch

Paris, 6.August 2019 (APA/dpa) –

Die Bleiverschmutzung rund um Notre-Dame treibt die Stadt Paris nach dem Brand der Kathedrale weiter um. Im Gespräch ist aktuell eine Schutzglocke, die vor weiterer Verschmutzung schützen soll. Eine solche, um das berühmte Bauwerk zu errichten sei allerdings schwer machbar, sagte der stellvertretende Bürgermeister, Emmanuel Gregoire, am Dienstag dem Sender LCI.

Er reagierte damit auf entsprechende Forderungen von Verbänden und Gewerkschaften. Gregoire zufolge ist das Vorhaben aus technischer und finanzieller Sicht komplex. Allerdings sei der Staat für die Kathedrale und das zugehörige Grundstück zuständig – nicht die Stadt.

Vor allem in der Dachkonstruktion und der Turmabdeckung der Kathedrale war viel Blei verarbeitet. Es war bei dem Feuer Mitte April geschmolzen. Die Umgebung wurde mit Blei verschmutzt. Die investigative Online-Plattform „Mediapart“ hatte mehrfach berichtet, dass rund um die Kathedrale die zulässigen Blei-Werte höher seien als erlaubt. Die Behörden wiesen die Vorwürfe zurück.

Auch am Dienstag erklärte die Stadt, sich strikt an die Empfehlungen der örtlichen Gesundheitsbehörde zu halten. Im Umkreis von 500 Meter seien die Bleiwerte nicht höher als zulässig. An drei Schulen außerhalb dieses Umkreises seien die Grenzwerte allerdings überschritten worden. Sie sollen nun gründlich gereinigt werden, bevor der Schulbetrieb wieder losgeht.

Mitarbeiter der Stadt, die in der Nähe der Kathedrale arbeiten, haben sich der Stadt zufolge einem Bluttest unterzogen. Bisher seien keine auffälligen Ergebnisse festgestellt worden. Die Restaurationsarbeiten an der Kathedrale sollen Mitte August wieder aufgenommen werden. Sie waren zuletzt unterbrochen worden, weil eine Arbeitsaufsichtsbehörde zu dem Schluss gekommen war, dass die Sicherheitsvorschriften für Arbeiter nicht ausreichend angewendet wurden.

Homeoffice – Gang aufs Häusl kein Arbeitsunfall

Kläger konnte Sturz auf dem Rückweg vom heimischen WC nicht als Arbeitsunfall geltend machen

München, 6. August 2019 (APA/dpa) –

Wer im Homeoffice auf die Toilette geht, ist im Falle eines Unfalls nicht durch die gesetzliche Unfallversicherung geschützt. Das hat das Sozialgericht München entschieden und einem Kläger nicht recht gegeben, der einen Sturz auf dem Rückweg vom heimischen WC als Arbeitsunfall geltend machen wollte. Ein ähnlicher Fall ist in Österreich nicht bekannt, würde jedoch auch hier gelten.

„Wenn ich meinen Wohnraum so gestalte, dass ich im Homeoffice am Weg zum WC verunfalle, weil ich zum Beispiel über das Bügeleisen stolpere, dann bin ich nicht unfallversichert“, sagte AK-Juristin Christa Marischka auf APA-Anfrage. Es würde dann die Krankenversicherung zum Tragen kommen. Zum Thema Homeoffice gebe es aber noch nicht ausreichend Judikatur, da es noch nicht so verbreitet sei.

Während Arbeitnehmer beim Gang zur Toilette im Betrieb gegen Unfälle versichert sind, greift der Schutz im Homeoffice nicht, weil der Arbeitgeber dort keinen Einfluss auf die Sicherheit der Einrichtung hat, wie das deutsche Gericht argumentierte.

Der Kläger arbeitete in einem Büro im Keller seines Hauses. Dort fanden auch regelmäßig Besprechungen mit Kollegen statt. Das Urteil von Juli ist noch nicht rechtskräftig.

Feuerwehrmann als Brandschifter

Container und Scheune angezündet

Korneuburg, 6. August 2019 (APA) Niederösterreichische Ermittler haben im Bezirk Korneuburg einen Feuerwehrmann als Brandstifter ausgeforscht. Der 28-Jährige soll Container und eine Scheune angezündet haben. Der Verdächtige wurde festgenommen und in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert, bestätigte Staatsanwalt Friedrich Köhl am Dienstag auf Anfrage einen „Kurier“-Onlinebericht. Der Mann sei geständig, U-Haft wurde beantragt.

Dem 28-Jährigen wird vorgeworfen, seit November 2018 vier Mal Grünschnittcontainer in Brand gesteckt zu haben. Weiters soll er am 28. Juli einen Stadel in Kleinwilfersdorf, einer Katastralgemeinde von Leitzersdorf, angezündet haben, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Korneuburg. Die Polizei geht von einem sechsstelligen Schadensbetrag aus.

Titelbild: APA Picturedesk, Pixabay

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