Österreichischer Donauabschnitt wenig mit Fäkalien belastet

Donauraum/Wien, 8.August 2019 (APA) –

Alle sechs Jahre messen Forscher die Fäkalbelastung entlang der rund 2.600 Kilometer langen Donau. Im österreichischen Streckenabschnitt lagen die E.coli-Konzentrationen bis auf eine Ausnahme im geringen bis moderaten Bereich, wie es am Donnerstag in einer Aussendung mehrerer beteiligter Universitäten heißt. Anders stellt sich die Situation in Serbien, Rumänien und Bulgarien dar.

Im Rahmen des Joint Danube Survey 4 (JDS4) entnahm ein Team, dem Experten der Medizinischen Universitäten Wien und Graz, der Technischen Universität (TU) Wien und der Karl Landsteiner Privatuni für Gesundheitswissenschaften in Krems angehörten, systematisch Proben entlang des Flusslaufes. Die Befürchtung der Wissenschafter, dass es durch die Donauschifffahrt auch in Österreich zu hohen Fäkalbelastungen kommt, bewahrheitete sich im Rahmen der Analysen jedoch nicht.

Mit 1.050 E.coli-Bakterien pro 100 Milliliter Wasser lag lediglich eine heimische Probe über dem Höchstwert für moderate Belastung (1.000 E.coli pro 100 Milliliter). Auch dieser Wert sei „absolut in einem Bereich, der für einen Fluss dieser Größe bei Kläranlagen nach dem Stand der Technik zu erwarten ist“, so Alexander Kirschner vom Institut für Hygiene und Angewandte Immunologie der MedUni Wien.

Zu dumm für Urlaub – Wenn die Gehirnzellen auf Ferien sind

Rom/Reykjavik/Palma de Mallorca, 8 August 2019 (APA/dpa) –

Den Koffer gepackt, den Verstand zuhause gelassen? Einheimische schütteln den Kopf über leichtsinnige Touristen, die sich selbst in Gefahr bringen und dann aufwendig gerettet werden müssen. In einigen Ferienorten hat man sich daher besondere Dinge einfallen lassen, um die Touristen vor Dummheiten zu bewahren.

Cinque Terre, Italien: In den hübschen Orten an der italienischen Riviera bei Genua gilt seit Frühjahr ein Badeschlapfen-Verbot auf den Wanderwegen. Die Strafen können zwar zwischen 50 und 2.500 Euro liegen. Doch verhängt wurde die Strafe bisher noch nie, sagt Luca Natale, Sprecher des Nationalparks in Cinque Terre. „Das Ziel ist nicht, Strafen zu verhängen und daran zu verdienen. Uns ist wichtig, dass die Urlauber in Sicherheit sind und gut ausgerüstet kommen: mit richtigen Schuhen und mit Wasser.“ Einige Touristen meinten, weil die Wanderwege am Meer liegen, seien sie nicht anspruchsvoll. Nun kontrollieren also Carabinieri das Schuhwerk der Besucher. Mit Erfolg meint Natale. Die Zahl der Verletzten sei immerhin drastisch gesunken.

Doch auch am Strand lauern Gefahren für unachtsame Touristen. Zum Beispiel, wenn sie den Sonnenschirm nicht richtig befestigen. Bei Wind können sich davonfliegende Schirmen zu gefährlichen Geschossen verwandeln. Mehrmals wurden Menschen dadurch verletzt. „In einem Strandbad sind die Betreiber verpflichtet, die Sonnenschirme bei Wind zu schließen“, sagt ein Sprecher der italienischen Gewerkschaft der Badeanstaltenbetreiber. „Das gleiche erwartet man natürlich von einem vernünftigen Menschen, der an einem frei zugänglichen Strand ist: Den Schirm gut zu befestigen oder ihn bei Wind zuzumachen.“ Viele Badegäste seien am Strand auch zu leichtsinnig und würden zu weit hinausschwimmen. „Erst draußen merken sie dann, dass sie keine Kraft mehr haben, um ans Ufer zu kommen.“

Mehr Vorsicht wäre auch in Mallorca geboten. Dort heißt ein Trend „Balconing“. Auf der spanischen Insel sind seit Jahren Sprünge und Stürze leichtsinniger Touristen von Balkonen oder aus Fenstern bekannt. Unter Alkohol- und Drogeneinfluss hangeln oder klettern junge Urlauber dabei an Hotelfassaden entlang von Balkon zu Balkon – oder versuchen von einem der oberen Stockwerke aus, direkt in den Pool zu springen. Oft haben diese „Mutproben“ fatale Folgen. Den ersten tödlichen Sturz der diesjährigen Hochsaison gab es auf der Insel schon Anfang Juni. Opfer war ein 20 Jahre alter Brite, der gegen drei Uhr morgens in der „Briten-Hochburg“ Magaluf aus dem zweiten Stock in die Tiefe stürzte. Im vergangenen Sommer hatte es mindestens acht Tote gegeben.

Übermut oder der Trieb nach dem perfekten Selfie verleitet auch Touristen in Skandinavien zu wilden Aktionen. In Norwegen spazierten ein paar Touristen vor kurzem an Absperrungen vorbei zu einer Gletscherzunge, auf den Färöer-Inseln berichten die Einwohner regelmäßig von Touristen, die sich per Kajak auf das wilde Wasser des Nordatlantiks wagen – und dann per Hubschrauber gerettet werden müssen.

Auf Island müssen Touristen mit ihren Mietwagen manchmal aus Flüssen oder Schlamm befreit werden. Das hat unter anderem dazu geführt, dass sich auf Facebook eine eigene Gruppe formiert hat, in der sich Nutzer über ahnungslose Mitmenschen auslassen, die auf Reisen die Gefahren von Gletschern, Geysiren und anderen Naturspektakeln unterschätzen. „Stupid things tourists do in Iceland“. „Dumme Sachen, die Touristen in Island tun“ – so heißt die Gruppe. Oft sieht man dort Menschen, die für das perfekte Selfie über die Grenze des Erlaubten gehen: Einmal treten sie auf rutschigen Bergpfaden hinter Absperrungen, dann wiederum lassen sie an riesigen Wasserfällen die Beine über die Klippe baumeln oder halten ihre Schuhe in brodelnde Vulkangewässer – alles ungeachtet deutlicher Hinweisschilder.

Dass Justin Bieber vor kurzem auf Island war, half der Sache nicht: Im Video zu seinem Song „I’ll Show You“ spaziert der Popstar auf einem schmalen Moospfad entlang, zu dessen Seiten es steil in einen Canyon geht. Später ist zu sehen, wie er auf einer Klippe mit schier unendlichem Ausblick sitzt, sich im Moos rollt oder über diverse Zäune springt. Das Video führte dazu, dass im Anschluss so viele Touristen zu dem Canyon strömten, dass das Gebiet vorübergehend geschlossen werden musste.

Game of Thrones Produzenten versuchen nun auch Serien auf Netflix in den Sand zu setzen

David Benioff und Dan Weiss verlassen den Sender HBO

Los Gatos, 8. August 2019 (APA/AFP) –

Die Macher der Erfolgsserie „Game of Thrones“, David Benioff und Dan Weiss, wechseln nach mehr als zehn Jahren vom Sender HBO zur Streaming-Plattform Netflix. Benioff und Weiss hätten einen Vertrag unterzeichnet, in dem sie sich auf mehrere Jahre zum Schreiben von Drehbüchern sowie der Produktion und Regie von Serien und Filmen auf Netflix verpflichten, teilte der Streaming-Dienst mit.

Zur Summe, für die die Streaming-Plattform die beiden Filmemacher von HBO abgeworben hat, machte Netflix keine Angaben. Medien in Hollywood hatten von einem „Vertrag in neunstelliger Höhe“ berichtet. Schon in der Vergangenheit hat Netflix mehr als 100 Millionen Dollar für die Übernahme erfolgreicher Produzenten bezahlt – etwa an Ryan Murphy („Glee“) oder an Shonda Rhimes („Grey’s Anatomy“).

Welche Art Serien und Filme das „Game-of-Thrones“-Duo für Netflix entwickeln soll, wurde zunächst nicht bekannt. Benioff und Weiss erklärten jedoch, dass sie die Begeisterung mehrerer Netflix-Manager für „dieselben Filme der 80er Jahre“ und „dieselben Bücher“ teilten.

Benioff und Weiss arbeiten derzeit für die Disney-Tochter Lucasfilm an einer neuen „Star-Wars“-Trilogie. Mit der Fantasy-Serie „Game of Thrones“ hatte das Duo zahlreiche Rekorde gebrochen.

Titelbild: Pixabay

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