Wer wird Meister, wer steigt ab? ZackZack hat die Bundesligisten unter die Lupe genommen.

Heute unter der Lupe: Austria Wien.  

Trainer:Christian Ilzer (41)

Platzierung letzte Saison: 5 

Stadion:Generali-Arena (17.500 Plätze)

Bevorzugtes System: 4-3-1-2

Marktwert:23,5 Millionen

 

Ausgangslage:

Letzte Saison rettete man sich nach langem Kampf gerade noch so auf Platz vier und ersparte sich somit das Playoff um die Europa League-Qualiplätze. Diese Saison verpflichtete man vor allem im Trainerstab eine große Hoffnung und zwar mit Christian Ilzer. Zudem entstand durch die Rückkehr von Peter Stöger als Sportdirektor eine gewisse Aufbruchstimmung am Verteilerkreis. Am Transfermarkt verhielt man sich jedoch sehr zurückhaltend.

Transfers Sommer 2019

Zugänge       

Benedikt Pichler (21)              Austria Klagenfurt                  250.000 €

Stephan Zwierschitz              Admira                                   ablösefrei

Caner Cavlan                         FC Emmen                             ablösefrei

Erik Palmer-Brown                 Manchester City U23             Leihe

Maudo Jarjue(21)                  FK Saibal                               ablösefrei                  

Abgänge                                

Kevin Friesenbichler (21)       FC Lugano                             ablösefrei

Uros Matic (27)                      Karlsruhe                                Leihe-Ende    

Michael Blauensteiner (21)    FC Empoli                              Ende

Thomas Salamon (30)            SV Horn                                 ablösefrei 

Der Kader:

 

Tormann:

Im Tor hat die Austria drei junge Optionen. Patrick Pentz (22) verlor gegen Ende letzter Saison gegen den 24-jährigen Ex-Bayern-Legionär Ivan Lucic seinen Stammplatz. Der damalige Trainer Robert Ibertsberger stellte Pentz nach einem folgenschweren Patzer die Rute ins Fenster. Lucic musste in den ersten beiden Saisonspielen bereits sechs Mal hinter sich greifen. Abgerundet wird das Trio von Mirko Kos (22).

Fazit: Lucic geht in seine erste Saison als Stammtorhüter in einer höheren Liga. Auf höchstem Niveau stehen ihm gerade einmal 14 Einsätze zu Buche, jedoch bei verschiedenen Vereinen. Pentz bewies teilweise bereits seine Bundesligatauglichkeit, jedoch unterliefen ihm gerade letzte Saison einige Patzer.

von 10 Punkten

 

Verteidigung:

In der Innenverteidigung gesetzt ist der ehemalige Nationalspieler Michael Madl. Der erfahrene Ex-England-Legionär soll der Fels in der Brandung der violetten Verteidigung sein. Ihm zur Seite steht normalerweise der großgewachsene Christian Schoissengeyr. Er fällt jedoch noch ca. einen Monat mit einem Riss des Syndesmosebandes aus. Neuerwerbung Jarjue aus Guinea-Bissau wird seinen Platz bis zur Rückkehr einnehmen. Links entwickelt sich ein Zweikampf zwischen Christoph Martschinko und dem Niederländer Caner Cavlan.  Rechts hat Florian Klein seinen Stammplatz einzementiert. Auch deshalb wird Stephan Zwierschitz wohl des Öfteren in der Zentrale zum Einsatz kommen.

Fazit: Man besitzt mit Madl einen erfahrenen Abwehrrecken, der die Verteidigung organisieren kann. Trotzdem erwies sich die Austria letzte Saison als nicht sattelfest.

7 von 10 Punkten

 

Mittelfeld:

Im zentralen Mittelfeld agieren die Veilchen mit einer defensiven Dreierkette. James Jeggo, Tarkan Serbest und Dominik Prokop werden diese Rolle bekleiden. Thomas Ebner steht als Alternative für die drei bereit. Auch Vesel Demaku durfte letzte Saison bereits einige Minuten Bundesligaluft schnuppern und ist eine Option für die Zukunft. Auf der offensiven Position davor führt kein Weg an Kapitän und Langzeit-Austrianer Alexander Grünwald vorbei. Dem jungen Dominik Fitz (20) wurde zuletzt vermehrt Einsatzzeit als Einwechselspieler gegeben.

Fazit: Das Mittelfeld der Austria darf als solide bezeichnet werden. Grünwald ist das Um und Auf, die drei dahinter müssen ihm den Rücken freihalten. Dominik Prokop ist jemand der zwischen Genie und Wahnsinn wandeln kann. Er kann einer für die besonderen Spiele, aber dann im nächsten Spiel wieder ein Totalausfall sein.  

von 10 Punkten

 

Sturm:

Im Angriff gibt es 4 gleichwertige Optionen für die Violetten. Alon Turgeman erzielte letzte Saison in 743 Minuten 6 Tore. Christoph Monschein benötigte für ein Tor mehr 1705 Minuten. Bright Edomwonyi stürmte die ersten beiden Bundesligaspiele diese Saison. Noch keine Minute absolviert hat diese Saison Maximilian Sax. Auch Neuzugang Benedikt Pichler von Austria Klagenfurt wird sich um Einsatzzeit bemühen. Der 19-jährige Sterling Yakete agierte bis jetzt in beiden Spielen als Joker.

Fazit: Die Veilchen besitzen einige Spieler auf ähnlichem Niveau. Jedoch ist keiner von ihnen bis jetzt ein richtiger Knipser. Bei Monschein müsste endlich einmal der Knoten platzen. Dann wäre er ein Stürmer für mehr als 10 Tore pro Saison. 

6 von 10 Punkten

Der Trainer:

Christian Ilzer war die wichtigste Neuerwerbung der Austrianer. Er schaffte letzte Saison die große Überraschung mit dem WAC, führte ihn auf Rang drei und damit in die direkte Qualifikation für die Europa League-Gruppenphase. Bereits in der Saison davor ging der gebürtige Steirer bei Hartberg auf und führte diese von der ersten Liga in die Bundesliga. Vom Talent und taktischen Verständnis gibt es wohl keinen Trainer in der österreichischen Bundesliga, der ihm das Wasser reichen kann. Umso erstaunlicher, dass er diese Saison mit den Veilchen einen kapitalen Fehlstart hinlegte. 2 Niederlagen in der Liga, 1:6 Tore und eine Heimniederlage in der Europa League-Quali gegen die Zyprioten Apollon Limassol.

10 von 10 Punkten

  

Gesamt:

35 von 50 Punkten

Pro:

Bis auf die Torhüterposition ist die Austria im Grunde gut für den Kampf um die europäischen Plätze gerüstet. Zudem haben sie mit Ilzer den Rising Star der österreichischen Trainerwelt.

 

Contra:

Die Torhüterposition ist die große Schwachstelle der Austrianer. An Talent mangelt es den jungen Goalies zwar nicht, jedoch fehlt vor allem Pentz die Konstanz. Lucic muss beweisen, dass er trotz seiner erst 14 Einsätze auf höchstem Niveau Bundesligatauglichkeit besitzt. Zudem gilt es, den Fehlstart zu vergessen und man muss hoffen, dass die positive Stimmung vor der Saison nicht kippt.

 

Vermutliche Endplatzierung: Platz 3

 

(bf)

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