Die Mehrheit der österreichischen Parteien – ÖVP, FPÖ, SPÖ, NEOS und Grüne – ist sich einig: Fleisch soll möglichst billig bleiben, trotz der schädlichen Folgen für Tiere und Umwelt. JETZT – Liste Pilz ist die einzige Partei, die steuerliche Besserstellung von österreichischem Biofleisch fordert.

Wien, 10. August 2019 / Geht es nach JETZT-Liste Pilz soll Fleisch, das aus Übersee nach Österreich transportiert wird oder für dessen Erzeugung Tiere aus Tierfabriken in qualvollen Transporten quer durch Europa verfrachtet werden, nicht mehr gefördert werden. So wird etwa südamerikanisches Fleisch dank Freihandelsabkommen wie Mercosur bei uns billiger verkauft als Fleisch aus heimischer Produktion. Diese Art von Billigfleisch schadet Tier, Mensch und Umwelt.

Insbesondere ist die Herstellung von Billigfleisch laut Weltklimarat (IPCC) einer der wichtigsten Treiber der Klimaerwärmung und schadet der lokalen Landwirtschaft. Das Steuerprivileg für Fleisch aus Import und qualvoller Massentierhaltung soll fallen. Dann wären statt 10% künftig 20% Mehrwertsteuer auf Fleisch aus konventioneller Landwirtschaft fällig – genau wie auf viele andere Dinge des täglichen Bedarfs. Allein für Biofleisch aus österreichischer Produktion soll weiterhin der niedrigere Steuersatz gelten. Das nützt unseren Bauern, ist gut für die Tiere und schont das Klima, so JETZT-Tierschutzsprecher Martin Balluch.

Gesetzesantrag noch vor der Wahl

Die Anhebung des Steuersatzes würde den durchschnittlichen österreichischen Haushalt pro Monat gerade den Preis einer Melange kosten, rechnet JETZT-Budgetsprecher Bernd Nussbaumer vor. Dem Staat blieben jedoch jährlich 200 Millionen Euro mehr – sie sollen in besseren Tier- und Klimaschutz investiert werden.

Einen entsprechenden Antrag will JETZT noch vor der Wahl im Nationalrat einbringen. Die Chancen auf Umsetzung sind allerdings gering. Alle anderen Parteien haben sich für die Beibehaltung des Sondersteuersatzes auf Fleisch ausgesprochen. Das gilt auch für die Grünen, die im Fall des Einzugs beider Parteien in den Nationalrat nicht als Partner zur Verfügung stünden.

(tw)

Titelbild: Pixabay

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