Wien, 09. August 2019/

  • Vermutlich 48 Jahre alt, ehemaliger „Ausputzer“ von Wolfgang Schüssel
  • Gibt sich liberal, außer wenn es um die Kunstfreiheit geht
  • Wettert gegen den „alten weißen Mann“ – als mittelalter weißer Mann

Profil:

Als ehemaliger außenpolitischer Sprecher (u.a.) von Wolfgang Schüssel und Pressesprecher von Wilhelm Molterer hat er eine tiefschwarz(blau)e Vergangenheit. Für den Schüssel-Job kehrte er laut eigener Aussage nur aus „privaten Gründen“ nach Wien zurück. Neuerdings gibt er sich liberal und arbeitet für die NEOS. Donig steht allerdings im Verdacht, bei der Kunstfreiheit seine Liberalität zu vergessen. Vor einigen Wochen wollte er eine Karikatur von Othmar Wicke auf ZackZack.at verbieten, indem er bei JETZT-Chefin Maria Stern anrief und sie zur Löschung drängen wollte. „Frauenfeindlich“ und „respektlos“ sei der Cartoon gewesen. Allerdings lieferte seine Kollegin Irmgard Griss im Nationalrat die Bilder: Die Wurst als Großspende, der Dackel als Empfänger. Peter Pilz griff dies auf und konfrontierte die NEOS mit ihrem Großspender Haselsteiner. Donig war dieses Eigentor aber scheinbar noch zu wenig. Der „Kommunikationsexperte“ schaffte es, mit seinen Sexismusvorwürfen die Karikatur und damit die Kritik an Großspenden wochenlang in den Medien zu halten.

Interessantes:

Der NEOS-General gibt an, er würde gerne für den „Underdog“ arbeiten. Ob das Wolfgang Schüssel gerne hört? Als ehemaliger Pressesprecher der Hypo-Alpe Adria Bank sollte er sich immerhin mit Untergangsstimmung auskennen. Zahlreiche Posten in der Wirtschaft und bei den Medien runden seinen NEO-türkisen Lebenslauf ab. Wird er sich im Wahlkampf noch einmal zu Sexismus äußern? Wie hält er es mit der Kunstfreiheit? Derweil ist Donig beschäftigt, den Markenkern der NEOS einzufangen. Transparenz und Kontrolle trotz Großspender im Gepäck ist eine schwere Last für den Wahlkampf. ZackZack.at sagt: Der wohl erste Spin Doctor, der nicht Doktor ist, sondern Patient.

 (wb)

Titelbild: APA Picturedesk

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