Das schöne Klagenfurt kommt nicht zur Ruhe: Nachdem in den vergangenen Jahren einige Fälle von Wiederbetätigung bekannt wurden, wird nun gegen einen Unterkärntner FPÖ-Funktionär ermittelt. Er habe Bilder mit SS-Symbolik auf seiner Facebookseite nicht gelöscht. Es gilt die Unschuldsvermutung. Skurril: Der Freiheitliche lenkt ab und ortet „irre Aktionen von Linken“.

Klagenfurt, 12. August 2019 /Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen Unterkärntner Funktionär der Freiheitlichen wegen Verdachts auf Wiederbetätigung und Verhetzung. Es gilt die Unschuldsvermutung. Der Mann soll einschlägige Bilder, die andere Nutzer auf seiner Seite gepostet hatten, nicht schnell genug gelöscht haben. Er weist die Schuld von sich.

Blauer Funktionär ortet „linken Shitstorm“. Warum löschte er die Beiträge nicht früher?

Brisant sind die Äußerungen des Politikers, es handle sich um „irre Aktionen von Linken“. Es habe einen Shitstorm von linker Seite gegeben. Angeblich hätte ein „Fake User“ Karikaturen von Frauen in SS-Uniform und SS-Helme unter ein Foto auf seiner Facebookseite gepostet. Diese Dinge habe er gelöscht, so der Freiheitlicher, der betont, dass er in dem Ermittlungsakt nicht als Beschuldigter geführt werden. Die Staatsanwaltschaft sieht das anders: „Er wird bei uns sehr wohl als Beschuldigter geführt“, so Behördensprecherin Tina Frimmel-Hesse am Montag. Als Betreiber einer Facebookseite habe man die Verpflichtung, zu überprüfen, was darauf gepostet wird. Auch der Person, die die Bilder gepostet hatte, droht ein Ermittlungsverfahren in diesem Zusammenhang.

 (red.)

Titelbild: Pixabay

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