ZackZack.at traf den neuen Jugendsprecher von JETZT – Liste Pilz. Der 23-jährige Martin Pichler ist voller Tatendrang und spricht über seine Ziele und Hoffnungen für die Zukunft Österreichs.

Wien, 12. August 2019 /

 

ZackZack: Wie bist du in die Politik gekommen?

Martin Pichler: In meiner Jugend habe ich viel Zeit als PC-Spieler verbracht. Als 2011 die österreichische Regierung die Vorratsdatenspeicherung umsetzen wollte, bin ich dann aktiv geworden. Ich dachte mir: Das freie Internet und die Privatsphäre der Einzelnen müssen verteidigt werden! Die Speicherung der Verbindungsdaten aller Österreicher wäre für mich schrecklich gewesen! Glücklicherweise wurde dieser Eingriff in die Privatsphäre gekippt.

Als ACTA (Anti-Counterfeiting Trade Agreement), ein Abkommen der EU mit mehreren Staaten, von der EU-Kommission vorgeschlagen wurde, standen europaweit die Bürger auf der Straße. Daraufhin wurde das Abkommen vom EU-Parlament abgelehnt. Für mich war das der Beweis, dass man in der Politik als normaler Bürger etwas verändern kann!

Den Namen Peter Pilz habe ich 2013 das erste Mal wahrgenommen. Damals hat er einen Spaziergang zur NSA-Villa in Währing unternommen. Diese Abhörstation der USA überwachte damals angeblich einen Großteil der österreichischen Telekommunikation und wurde 2017 endlich geschlossen. Als Peter Pilz seine Liste gegründet hat, habe ich mich sofort gemeldet und im Wahlkampf geholfen. Seitdem bin ich aktiv und Mitarbeiter der Partei.

ZackZack: Was sind deine Themen und Forderungen?

Martin Pichler: Die Freiheit der Österreicher und der Schutz der persönlichen Rechte bzw. der Privatsphäre sind meine Hauptmotive. Vor allem die Netzpolitik und das bewusste Hinterfragen des Obrigkeitsdenkens sind mir besonders wichtig.
Unter Netzpolitik verstehe ich die Freiheit des Internets, den Ausbau von Datenschutz, die Aufrechterhaltung von Privatsphäre und den Glasfaserausbau in ländlichen Regionen.

Das Obrigkeitsdenken führt dazu, dass viel zu viel Korruption passiert. Diese gehört restlos aufgedeckt!

ZackZack: Wie sieht dein Alltag in der politischen Arbeit bei JETZT-Liste Pilz aus?

Martin Pichler: Das Erste und Wichtigste, mit dem ich meine Arbeit beginne, ist eine großes Häferl Kaffee, danach „beglücke“ ich meine Kollegen mit einem Morgenreim.
Spaß beiseite, als junger Angestellter von JETZT – Liste Pilz freue ich mich jeden Tag, in der Früh ins Büro zu kommen, weil ich jeden Tag was Neues lerne. Da wir ein junges Team sind, das nicht durch alte Parteigranden und einen ausufernden Apparat gebremst wird, kann jeder seinen Input geben. Das führt dazu, dass wir mit neuen Ideen arbeiten können und nicht lange warten müssen.
Durch meine Film- und Multimediaausbildung kümmere ich mich um verschiedene Arbeiten, wie zum Beispiel das Filmen von Pressekonferenzen, schnelle Fotomontagen und ein bisschen Webdesign.
Außerdem verwalte ich noch kleinere Kommunikationsaufgaben zur Mobilisierung von Mitgliedern und Aktivisten. Ich bin Mitglied der steirischen Landesgruppe JETZT – Liste Pilz und kenne daher die Leut‘ ganz persönlich.

(bf)

Titelbild: ZackZack.at

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