Wer wird Meister, wer steigt ab? ZackZack.at hat die Bundesligisten unter die Lupe genommen.

Heute unter der Lupe: Wolfsberger AC.  

Trainer:Gerhard Struber (42)

Platzierung letzte Saison:3. 

Stadion: Lavantal Arena(7.300 Plätze)

Bevorzugtes System: 4-3-1-2

Marktwert:10,2 Millionen

 

Ausgangslage:

Die Kärntner haben eine Sensationssaison hinter sich. Nach dem dritten Platz und der damit verbundenen direkten Qualifikation für die Europa League-Gruppenphase erreichten sie den bisher größten Erfolg des Vereins. Neo-Trainer Gerhard Struber muss nun der schwierigen Aufgabe entgegenstehen, mit der Doppelbelastung umzugehen.

Transfers Sommer 2019: 

Zugänge       

Shon Weissman (23),Maccabi Haifa, ablösefrei

Manuel Kuttin (25), Admira, ablösefrei

Alexander Schmidt (21), FC Liefering, Leihe

Stefan Peric (22), Wacker, ?

Anderson Niangbo (19), FC Liefering, Leihe           

 

Abgänge                                

Bernd Gschweidl (23), Altach, ablösefrei

Sasa Jovanovic (25), Unbekannt                             

Kevin Friesenbichler (25), Austria Wien, Leih-Ende

Sekou Koita (19), FC Liefering, Leih-Ende

Der Kader:  

Tormann:

Die Torhüteroptionen der Kärntner lassen sich mit einem Wort zusammenfassen: Erfahrung. Stammtorhüter Kofler (32) und sein Ersatz Christian Dobnik haben bereits mehr als 30 Lenze auf dem Buckel. Auch Neuzugang Manuel Kuttin besitzt für seine erst 25 Jahre mit 57 Bundesligaspielen Einiges an Erfahrung. Die Nummer 1 Kofler erledigte seinen Job letzte Saison mehr als solide. 37 Gegentore in 30 Spielen, darunter 10 „Zu-Null-Spiele“ waren einer der Gründe, dass die Wolfsberger dort standen, wo sie letzte Saison waren.

Fazit: Die Wolfsberger besitzen drei starke, erfahrene Optionen in ihren Reihen. Durch die Neuverpflichtung von Kuttin wurde der Konkurrenzkampf noch einmal angeheizt.

7 von 10 Punkten

 

Verteidigung:

In der Verteidigung hat sich eine klare Stammviererkette herauskristallisiert. Bereits letzte Saison gab es keine große Rotation unter dem ehemaligen Trainer Christian Ilzer und auch unter seinem Nachfolger scheint der Abwehrblock einzementiert. In der Innenverteidigung sind sowohl WAC-Urgestein Kapitän Michael Sollbauer, als auch der routinierte Serbe Nemanja Rnic (34) gesetzt. Manfred Gollner steht im Falle des Falles bereit. Auch auf den Außenbahnen sind die Rollen klar verteilt. Links ist das Territorium des Deutschen Benno Schmitz und rechts agiert der Ex-Mattersburger Michael Novak. Die restlichen Kaderspieler werden wohl nur zu Kurzeinsätzen kommen.  

Fazit: Bleiben alle in der Viererkette von Verletzungen oder Sperren verschont, sollten die Kärntner im Kampf um das obere Playoff wieder ein Wörtchen mitsprechen. Jedoch ist die Personaldecke nicht gerade dick.

6 von 10 Punkten

 

Mittelfeld:

Auch im Mittelfeld lautet das Zauberwort für den WAC Kontinuität. Alles dreht sich um den Regisseur Michael Liendl. Letzte Saison war der Maestro mit 22 Scorerpunkten zweitbester Scorer der Liga. Hinter dem offensiven Freigeist agieren Marcel Ritzmaier, Mario Leitgeb und Romano Schmid. Sie sollen ihm den Rücken freihalten. Christopher Wernitznig, letztes Jahr noch unumstrittener Stammspieler, wird diese Saison wohl weniger Einsatzzeit bekommen. Alle anderen Spieler müssen wohl mit Kurzeinsätzen rechnen.

Fazit: Auch hier gilt für den WAC: die erste Aufstellung ist grundsolide. Sollte es jedoch aufgrund der Doppelbelastung zu Ausfällen kommen, könnte die Luft dünn werden.

7 von 10 Punkten

  

Sturm:

Im Sturm der Kärntner hat sich viel getan. Mit dem Israeli Shon Weissman hat man einen bis jetzt treffsicheren Neuzugang verpflichtet. In den bisherigen drei Bundesligaspielen traf er bereits dreimal. Auch die andere Neuverpflichtung Anderson Niangbo zeigte mit zwei Toren bereits auf. Dahinter hat man mit Marc-Andre Schmerböck eine schlagkräftige Option, der sich aufgrund seiner letztjährigen Verletzung jedoch erst wieder fangen muss. Für Liefering-Leihgabe Alexander Schmidt werden wohl nur Kurzeinsätze herausspringen.

Fazit: Die beiden neuen Stürmer erwiesen sich bereits in den ersten drei Saisonspielen als äußerst treffsicher. Mit Schmerböck verfügt man zudem über eine starke Alternative.

7 von 10 Punkten

 

Der Trainer:

Die Vergangenheit von Neo-Cheftrainer Gerhard Struber liegt in der Mozartstadt. Dort coachte er bereits die Akademien der Salzburger, als auch den FC Liefering. Nun hat er sein erstes Engagement in der obersten Spielklasse und steht vor der schwierigen Aufgabe, die starke Position des letzten Jahres zu bestätigen.

6 von 10 Punkten

 

Gesamt:

33 von 50 Punkten

Pro

Trainer Struber kann sich in ein gemachtes Nest setzen: das Grundgerüst des Kaders wurde gehalten und mit guten Neuzugängen in der Offensive ergänzt. Mittelfeld-Regisseur Michael Liendl zeigt, dass der Zahn der Zeit noch nicht an ihm nagt.

Contra

Die Doppelbelastung wird wohl das Zünglein an der Waage für die Kärntner sein. Bis auf die Torhüterposition ist die Personaldecke sehr dünn.

Vermutliche Endplatzierung: Platz 7

(bf)

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