Rollt da etwa die nächste Schmutzkübel-Kampagne an? Ein Urlaubsfoto von SPÖ-Chefin Rendi-Wagner in einem Luxuslokal in Saint Tropez ist aufgetaucht – geschossen von einem ÖVPler, der 2017 im NR-Wahlkampf auf der Landesliste OÖ zu finden war. Was wird uns der „Wahlkampf“ der Großparteien noch alles auftischen?

Wien, 13. August 2019 /Vor dem offiziellen Wahlkampfauftakt sollte es für die SPÖ-Chefin noch nach Italien ans Meer gehen, danach noch ein bisschen nach Frankreich. Doch scheinbar war der beliebte Urlaubsort der österreichischen Mittelschicht nicht das Hauptziel der SP-Chefin, denn Rendi-Wagner wurde einige Tage später im südfranzösischen Luxusort Saint Tropez gesichtet. Ein Urlaubsfoto zeigte sie beim Relaxen in einem Szenelokal der Stadt. Pikant: Das Foto kommt von einem ÖVP-Mann! Zufall?

Paparazzi-Alarm: Was und wer steckt hinter dem Foto?

Der Urheber des Bildes war bei der NR-Wahl 2017 noch auf der oberösterreichischen Landesliste der ÖVP zu finden. Für ein Nationalratsmandat hatte es damals nicht gereicht. Dafür lichtete er Rendi-Wagner nun im Luxuslokal in Saint Tropez ab. War der ÖVP-Mann selbst auf Urlaub bei den Schönen und Reichen? Oder steckt etwas anderes dahinter? Brisant ist die Frage deshalb, weil gerade ÖVP-General Nehammer immer wieder über das Dirty Campaigning der anderen spricht.

Das Dirty Campaigning der Anderen

So oder so, der ÖVP-Mann spielte das Bild genüsslich und ohne Scham via Facebook-Posting an die Öffentlichkeit. Danach wurde es insbesondere von seinen Parteikollegen und ÖVP-Anhängern thematisiert. Das Bild bleibt trotzdem schief, es hätte sicher auch ein italienischer Badeort der soliden Klasse getan. Eine Sozialdemokratin im teuren Südfrankreich gibt für die hart arbeitende Mitte in Österreich sicher eine fragwürdige Kulisse. Faktum ist aber auch, dass gerade die ÖVP nicht vor übertriebenen Kosten für Bespaßung Halt macht, siehe Familienfest und die Auslandsreisen des Altkanzlers. Und solange keine Staatsaufträge an Fake-Oligarchen in Ibiza verhandelt werden, ist die Aufregung von Seiten der ÖVP nicht nur übertrieben. Sie ist auch angesichts der Ausgaben der ÖVP heuchlerisch.

(wh)

Titelbild: APA Picturedesk, Pixabay

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