Langsam kommt Bewegung in die Causa Ibiza. Im Skandal-Video prahlte Strache, dass die „Novomatic eh alle zahlt.“ Der Verdacht ist brisant: Ein FPÖ-Bezirksrat soll durch einen politischen Deal einen Posten bei der CASAG auf Ticket der Novomatic erhalten haben. Nun stand bei Strache, Gudenus und besagtem FPÖ-Gemeinderat Sidlo die Polizei vor der Tür.

Wien, 13. August 2019 / Am Montag sollen mehrere Hausdurchsuchungen, unter anderem bei Ex-FPÖ-Chef Strache und seinem Ibiza-Kollegen Gudenus, statt. Auch die Räumlichkeiten des Casinos-Austria-Vorstands Peter Sidlo sollen durchsucht worden sein. Im Raum steht der Verdacht des Postenschachers bei der CASAG.

Nach einer anonymen Anzeige ermittelt die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) zurzeit, ob bei der Bestellung des FPÖ-Bezirksrats Peter Sidlo zum Finanzvorstand der Casinos Austria alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Auch bei diesem klopften am Montag Ermittler und Staatsanwalt an die Tür.

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Nach der anonymen Anzeige soll der Vorwurf untersucht werden, Peter Sidlo sei auf Basis eines politischen Deals zum Posten des Finanzvorstands der CASAG gekommen. Der CASAG-Personalberater hatte diesen nämlich nicht empfohlen, der Aufsichtsrat unter Präsident Walter Rothensteiner bestellte diesen trotzdem.

Angeblich soll eine ÖVP-FPÖ-Vereinbarung getroffen worden sein, die für die Bestellung Sidlos in den Vorstand etwaige Lockerungen beim kleinen Glückspiel nach der Wahl in Wien in Aussicht stellt.

Hängt diese Causa auch mit jenen Novomatic-Spenden zusammen, von denen Strache auf Ibiza gesprochen hatte? Die Novomatic dementiert und die Behörden kommentieren die laufenden Ermittlungen zum jetzigen Stand nicht. ZackZack.at bleibt dran.

(red.)

 

Titelbild: APA Picturedesk

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