ZackZack.at berichtete: In der FPÖ brodelt es, denn Ibiza-Strache will zurück ins Rampenlicht. Ein wilder Kampf um die Macht in der Partei ist ausgebrochen: Kickl, Hofer, Strache – wer bringt die Partei unter seine Kontrolle? Nun muss Strache einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Seine Facebook-Seite wurde von der FPÖ übernommen. Gleichzeitig fangen Partei-Granden an, öffentlich auszuscheren und ihrem gefallenen Helden den Rücken zu kehren.

21. August 2019 / Hofer machte es im ORF-Sommergespräch klar: Eine Rückkehr von Strache in die Politik „wird alles andere als einfach“. Hofer verlangt zuerst völlige Aufklärung – damit wären Straches Fantasien für Wien Geschichte. Denn Strache will bei der Wien-Wahl 2020 antreten, doch solange er in seiner Partei ins Abseits geschoben wird, gibt es dafür keine Chance. Grotesk: Strache distanziert sich von sich selbst und sagte im ZIB 2-Interview: „Wenn ich diese Bilder sehe, so weiß ich, das bin nicht ich.“

Ibiza-Strache kriegt Aufpasser

Aus FPÖ-Kreisen hört man: Straches Ego ist beschädigt, er ist unkontrollierbar und schießt quer. Nun der nächste Dämpfer für „HC Ibiza“: Seine Facebook-Page mit 800.000 Followern, der wichtigste Parteikanal der FPÖ, wurde von der Partei übernommen. Dies erklärt auch, warum die Seite Werbung für Norbert Hofers Sommergespräch machte.

Will Strache nun posten, muss er seine Postings vorher in die FPÖ-Parteizentrale schicken. Hinzukommt, Strache wurde ein Maulkorb verpasst. Hofer und Kickl haben ihn damit weiter degradiert. Strache kann die Facebook-Seite somit auch nicht dafür verwenden, um Philippas Wahlkampf zu „pushen“. Auch jede Medienanfrage an Philippa muss, wie Insider berichten, vorher auf Kickls Schreibtisch. Das soll Kickl verlangt haben.

Doch Strache fand bereits einen neuen Weg: auf seiner privaten Facebook-Page, immerhin 50.000 Follower, wendet sich Strache heute mit einem extrem umfangreichen Text an die Öffentlichkeit. Außerdem gab es ein Posting zu Heidi Horten. Darin untermauert Strache seine Aussagen im Ibiza-Video. War er es doch?

Kurios: Altideologe Mölzer kritisiert Partei heftig

Langsam kommen die internen Spannungen auch an die Öffentlichkeit. Alt-FPÖ-Grande und Ideologe Andreas Mölzer wurde es bereits zu viel. In einem Kommentar in der Kleinen Zeitung kritisiert er seine Partei scharf. Er wirft ihr gar „Dilettantismus“ vor. Keine gute PR, geben Hofer und Kickl doch noch immer vor, alles wäre in Ordnung. Zugleich wird die Parteibasis trotz „Good Cop“ Norbert Hofer immer unzufriedener.

Lässt sich der Mann, der die Partei aufbaute, das Kaltstellen gefallen? Wird er Hofer als seinen Boss akzeptieren? Das Pulverfass FPÖ erhitzt sich weiter. Explosionsgefahr: hoch!

 (wh)

Titelbild: APA Picturedesk

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