Puma attackiert spielendes Kind

Kind schwer verletzt

Denver (Colorado), 23.August 2019 (APA/dpa) –

Ein achtjähriger Bub ist in den USA von einem Puma angegriffen und schwer verletzt worden. Die Raubkatze biss das Kind beim Spielen im Garten in den Kopf, wie die Wildtierbehörde im US-Staat Colorado am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte.

Der Achtjährige habe gerade mit seinem Bruder auf dem Trampolin vorm Haus gespielt, als ihn ein Freund aus dem Nachbarhaus rief. Der Bub lief los, um den Freund zu besuchen. Da habe ihn der Puma – auch Berglöwe genannt – am Kopf gepackt. „Das Kind rannte, und dies löste wohl die natürliche Reaktion des Löwen auf seine Beute aus“, sagte Mark Lamb von der Wildtierbehörde.

Die Attacke ereignete sich in der Stadt Bailey südwestlich von Denver. Der Vater, der vom Bruder alarmiert worden war, eilte der Behörde zufolge hinaus und sah den Puma auf seinem Sohn. Das Tier lief davon, als der Vater sich näherte. Der Bub wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Nach einem weiteren Zwischenfall, bei dem ein Schaf als vermisst gemeldet wurde, konnten Mitarbeiter der Behörde zwei Pumas aufspüren und einschläfern. Mit einer Autopsie solle nun geklärt werden, ob es sich bei einem der Tiere um den Angreifer handelt. Davon ging die Behörde aus, wie sie in der Nacht auf Freitag auf Twitter schrieb.

Es sei bereits der dritte Angriff auf einen Menschen in Colorado in diesem Jahr. Seit 1990 starben dort drei Menschen bei Puma-Attacken. Insgesamt habe es seither 22 solcher Angriffe gegeben.

Möpse laufen wieder um die Wette

Hunderte Teilnehmer bei Treffen am 31. August erwartet

Berlin, 23.August 2019 (APA/dpa) –

Zum traditionellen Mopstreffen in Berlin werden in diesem Jahr Hunde aus ganz Deutschland, Dänemark und der Schweiz erwartet. Bisher sind rund 240 Tiere angemeldet, sagte Organisator Thomas Zupan. Das Treffen am 31. August (ab 13.00 Uhr) werde wohl das letzte sein. Wegen des hohen Aufwands werde er nach zehn Jahren nicht weitermachen, so der Mops-Liebhaber, der selbst elf Möpse hält.

Höhepunkt des Treffens soll das 50-Meter-Mopsrennen mit Zielfoto, elektronischer Zeitnahme und Laufvideo von jedem Teilnehmer sein. Mehr als 80 Wettkämpfer wollten auf die Strecke gehen, so Zupan. „Seit zehn Jahren haben wir versucht, das Image des Mopses zu verbessern. Wir haben gezeigt, dass es gesunde Möpse gibt, die 50 Meter in sechs Sekunden laufen können“, bekräftigte der 61-Jährige. Tierschützer kritisieren immer wieder Qualzuchten von Möpsen mit flacher Nase, wodurch die Tiere schlecht Luft bekommen. Das finde er auch nicht gut, so Zupan. „Wir züchten die Nase wieder zurück.“

40 Jahre Wiener UNO-City

„Tag der offenen Tür“ Anfang September

Wien, 23.August 2019 (APA) –

Die Wiener UNO-City begeht am Freitag ihren 40. Geburtstag. Am 23. August 1979 übergab der damalige Bundeskanzler Bruno Kreisky das Vienna International Center (VIC) den Vereinten Nationen und deren Generalsekretär Kurt Waldheim. Wien wurde damit neben New York und Genf zum dritten Amtssitz der UNO. Mit einem „Tag der offenen Tür“ am 8. September feiert das VIC unter anderem sein Jubiläum.

Kreisky betonte in seiner Festrede die Bedeutung des Gebäudes, dessen Errichtung rund zehn Milliarden Schilling (heute: 726,73 Mio. Euro) gekostet hatte. Die UNO-City möge zum Symbol für die Entspannungspolitik in Europa werden, sagte der Kanzler seinerzeit nach Angaben der „Wiener Zeitung“. Waldheim, der das VIC übernahm, nannte es eine „beispielhafte Geste der Solidarität“. Heute arbeiten mehr als 5.000 Personen aus über 125 Ländern am Sitz der UNO in Wien.

Der Bau des VIC war allerdings nicht unumstritten, zumal Kritiker darin vor allem Geldverschwendung erblickten. Endgültig eskalierte der Streit, als es Anfang der 80er Jahre darum ging, in unmittelbarer Nähe des VIC das schon beim Bau der UNO-City geplante Konferenzzentrum (Austria Center) zu errichten. Trotz eines von den Gegnern initiierten Volksbegehrens setzte Kreisky den Bau schließlich durch.

Bereits unter der ÖVP-Alleinregierung von Josef Klaus hatten die Planungen für die Errichtung eines internationalen Verwaltungszentrums begonnen. Im Frühjahr 1968 wurde ein internationaler Architekturwettbewerb für einen Bürokomplex zwischen Donaupark und Wagramerstraße ausgeschrieben. 656 Architekturbüros aus 50 Staaten nahmen am Wettbewerb teil. In einem zweiten Anlauf – unter Kreisky – wurde das Projekt des Österreichers Johann Staber angenommen und im September 1973 der Grundstein gelegt.

Obwohl die Vereinten Nationen für 99 Jahre nur einen symbolischen Schilling Miete pro Jahr bezahlen, fließt ein Vielfaches der Ausgaben an die österreichische Wirtschaft zurück. Wenn man nicht nur die UNO-Organisationen, sondern alle in Wien angesiedelten internationalen und quasi-internationalen Organisationen betrachtet, so entfallen laut einer vom Außenministerium beauftragten IHS-Studie aus dem Jahr 2018 von einer Wertschöpfung in Höhe von insgesamt 1,5 Milliarden Euro pro Jahr – Ausland inkludiert – rund 638 Millionen Euro auf Österreich, davon 369 Millionen Euro allein auf Wien. Insgesamt werden durch die internationalen Organisationen in Österreich rund 18.000 Arbeitsplätze pro Jahr gesichert.

UNO-Generalsekretär Antonio Guterres kam bereits Ende Mai anlässlich des 40-jährigen Bestehens des VIC nach Wien und sprach der Republik Österreich seinen Dank als Gastland aus. Die Vereinten Nationen stünden vor großen Herausforderungen und „leisten einen wesentlichen Beitrag für Frieden und Sicherheit“, sagte Guterres bei seinem Besuch und sprach die Gefahren des Klimawandels an. Als „Meilenstein für Österreich“ bezeichnete Bundespräsident Alexander Van der Bellen die Entscheidung, mit dem VIC bedeutende UNO-Institutionen in der Bundeshauptstadt anzusiedeln.

Am 8. September öffnet das VIC zwischen 14.00 und 17.00 Uhr als Teil der Feierlichkeiten seine Pforten. Auch eine Wanderausstellung, die in ganz Österreich die Arbeit der Vereinten Nationen in Wien zeigt, kann besucht werden.

Die größten im VIC ansässigen UNO-Organisationen sind die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) und die Organisation für Industrielle Entwicklung (UNIDO). Weiters sind das Büro der Vereinten Nationen in Wien (UNOV), das Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC), das Büro für Weltraumfragen (UNOOSA), die vorbereitende Kommission der Atomteststopp-Organisation (CTBTO) und die Internationale Kommission zum Schutz der Donau (ICPDR) dort untergebracht. Das in Genf ansässige UNO-Flüchtlingshochkommissariat UNHCR hat in Wien ein Regionalbüro eingerichtet.

Titelbild: Pixabay

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