Kleinstadt hat über Nacht 50 Millionäre

Lottogewinn beschert 1,8 Millionen Euro pro Einwohner

Helsinki, 29. August 2019 (APA/dpa) –

Nach dem Gewinn des mit 90 Millionen Euro gefüllten Eurojackpots leben in einer finnischen Kleinstadt von nun an 50 Lotto-Millionäre. Sie hatten sich an einem in einem Supermarkt ausgelegten Tippschein in ihrer Gemeinde Siilinjärvi beteiligt, wo es zur Feier über den Preis am Freitag Kaffee und Kuchen für alle geben soll.

Die Zeitung „Iltalehti“ rechnete vor, mit dem Jackpot der Tippgemeinschaft könnten auf einen Schlag die gesamten Schulden der Gemeinde abbezahlt werden. Die Summe entspricht demnach dem Betrag, der in der 20.000-Einwohner-Stadt jährlich an Steuern gezahlt wird.

„Dieser Gewinn ist an eine gute Gruppe gegangen“, sagte der Verkäufer in dem Markt, Jyrki Huttunen, gegenüber „Iltalehti“. Bei der Tippgemeinschaft handle es sich um „50 glückliche Leute“. Alle von ihnen erhalten nun jeweils rund 1,8 Millionen Euro.

Zum zweiten Mal in diesem Jahr war der Jackpot in der europäischen Lotterie auf seine Höchstsumme von 90 Millionen Euro angewachsen, weil er seit sieben Wochen in Folge nicht geknackt worden war. Dank der Gewinnzahlen 15-18-19-41-42 und den beiden Eurozahlen 4 und 6 – die passenderweise in der finnischen Hauptstadt Helsinki gezogen wurden – ging er am Freitag schließlich an die Tippgemeinschaft in Siilinjärvi. Die Kleinstadt liegt rund 400 Kilometer nordöstlich von Helsinki im finnischen Nirgendwo.

Es handelt sich um den 16. Eurojackpot der höchsten Kategorie, der nach Finnland geht. Einen solch hohen Eurojackpot-Gewinn, der durch Gewinne in unteren Kategorien noch um knapp zwei Millionen Euro gesteigert wurde, hat in dem skandinavischen Land aber noch nie gegeben. Die Chance auf den Hauptgewinn im Eurojackpot liegt bei 1 zu 95 Millionen.

Fahrraddieb wollte Beute an bestohlene Besitzerin verkaufen

17-Jähriger bot Rad im Internet an – 29-jähriges Opfer täuschte Kaufinteresse vor und kam mit Polizei zum Treffpunkt

Graz, 29. August 2019 (APA) –

Ein Grazer Fahrraddieb hat seine Beute nach nur einem Tag der eigentlichen Besitzerin zum Verkauf angeboten. Die 29-Jährige hatte beim vereinbarten Treffpunkt gleich die Polizei mit dabei. Der 17-jährige Bursche leugnete zuerst die Tat, gestand dann aber. Er sowie ein 16-jähriger Freund hatten seit Mai zumindest 23 Räder an Bahnhöfen gestohlen und über Internetplattformen verkauft, so die Polizei.

Der Jugendliche hatte das Rad am Dienstag von einem Fahrradabstellplatz in der Babenbergerstraße gestohlen. Er zwickte das Schloss auf und machte sich mit der Beute davon. Innerhalb weniger Stunden stellte er das Rad im Wert von etwa 300 Euro auf eine Verkaufsplattform ins Internet. Die bestohlene Grazerin erstattete eine Anzeige und entdeckte ihren Drahtesel, der zum Verkauf angeboten wurde.

Die 29-Jährige gab ein Kaufinteresse vor und meldete sich beim Anbieter. Zum Besichtigungstermin am Bahnhof Don Bosco erschien der Jugendliche tatsächlich mit dem Rad des Opfers. Er hatte aber nicht damit gerechnet, dass er in eine Falle tappte. Die Polizei stellte ihn. Erst leugnete er, etwas mit dem Diebstahl zu tun zu haben. Dann gestand er aber und nannte auch seinen Komplizen. Zusammen hatten sie an Bahnhöfen entlang der Strecken Graz-Gleisdorf und Graz-Lebring Fahrräder gestohlen und dann verkauft. Die Burschen wurden angezeigt. Die Polizei versucht nun alle Geschädigten auszuforschen.

Bergwacht beschlagnahmte in Kärnten bisher bis zu 200 Kilo Pilze

Übermäßiges Sammeln betrifft heuer vor allem Steinpilze

Klagenfurt, 29. August 2019 (APA) –

In Kärnten sind heuer bei Kontrollen der Bergwacht bisher 150 bis 200 Kilogramm Pilze beschlagnahmt worden. Wie Alexander Amon, Bezirksleiter in Spittal, auf APA-Anfrage sagte, waren zwei Drittel davon Steinpilze. „Ich allein habe in der vergangenen Woche knapp 50 Kilo beschlagnahmt und drei Organmandate ausgestellt.“ Erlaubt sind maximal zwei Kilogramm pro Person pro Tag.

Vor zehn Jahren habe man aber sehr viel mit organisierten Sammlern zu tun gehabt, die sogar mit Bussen anreisten. „Da haben wir rigoros durchgegriffen. Bei uns wissen die Italiener sehr wohl, dass in Kärnten mit der Bergwacht nicht zu spaßen ist.“ 2008 habe man noch drei Tonnen Pilze beschlagnahmt, dank strenger Gesetze habe sich die Situation beruhigt, so Amon. Es gebe zwar immer noch Überschreitungen, aber nicht mehr in dem Ausmaß. „Viele haben jetzt immer eine Waage mit.“

Wegen des trockenen Vorsommers sei heuer für die Eierschwammerl speziell im Oberkärntner Raum ein schwaches Jahr, erklärte Amon. Steinpilze und Parasole gebe es aber sehr viele. Noch bis 30. September dürfen die Eierschwammerl und Steinpilze in Kärnten gesammelt werden, aber nur von 7.00 bis 18.00 Uhr. Wenn die erlaubten Mengen deutlich überschritten werden, beschlagnahmt die Bergwacht die Pilze. Sie werden dann an Einrichtungen, etwa Pflegeheime, gespendet und dort verzehrt.

Titelbild: Pixabay

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