Am Montag startete der Intensivwahlkampf mit der Wahlarena auf Puls 4. Die Gäste: ein bestens aufgelegter Peter Pilz und Altkanzler Kurz. Erschreckend dabei war nicht nur die überhebliche Performance von Kurz, sondern die dreiste Kürzung der Redezeit von Peter Pilz. Auch hinter den Kulissen spielten sich kuriose Szenen ab: Puls 4-Chef Breitenecker hofierte den Altkanzler persönlich durch die gesamte Redaktion, bevor er ihm Begleitschutz ins Studio gab. ZackZack.at berichtet über einen denkwürdigen Abend, der den anstehenden Wahlkampf noch ordentlich durcheinanderwirbeln könnte.

Wien, 02. August 2019 / Peter Pilz kommt immer mehr in Fahrt. Das stört den Altkanzler, der bei seinem Auftritt in der Wahlarena am Montagabend einen zynischen Auftritt hinlegte. Die Belohnung dafür: Fast die dreifache Sendezeit für Kurz im Gegensatz zu Pilz.

Quoten fast gleichauf: Argument der Sendungsleitung nicht tragfähig

Skurril war die Argumentation der Sendungsleitung. Diese argumentierte mit der besseren Quote von Sebastian Kurz. Diese These hinkt aber gewaltig. Schon bei den Puls 4-Sommergesprächen hatte Peter Pilz (153.000) eine höhere Reichweite als Sebastian Kurz (140.200). Nun kam der Altkanzler als erster zur besten Sendezeit in die Wahlarena und brachte trotz besserer Ankündigung nur wenig mehr Quote als sein schärfster Kontrahent Peter Pilz. Der Marktanteil von Pilz lag bei 8,3 Prozent, der von Kurz war – trotz Primetime – mit 9,1 Prozent nur marginal höher.

Kurz-Freund Breitenecker startet mitten im Wahlkampf neuen TV-Kanal

Interessant am gestrigen Abend war auch die Vorstellung des neuen TV-Kanals Puls 24. Das ist aus unterschiedlicher Perspektive brisant: Breitenecker begleitete Kurz auf seiner Altkanzler-Spritztour ins Silicon Valley. Im Zuge dieser Reise gab der Puls 4-Chef dem kanzlertreuen Kurier ein Interview, indem er mehrfach die türkis-blaue Ex-Regierung lobte. Im selben Interview ging es auch um eine neue Budgetverteilung für österreichische Medien und die Umschichtung von ORF-Gebühren für Privatsender – unter dem Vorwand der Kooperation zwischen öffentlich-rechtlichen und privaten Medien!

In Wahrheit ist die neue Gründung des Senders, mitten im Intensivwahlkampf, ein Angriff auf den ORF und ein Zeichen für die drohende Orbanisierung. JETZT – Liste Pilz stellt sich als Gegenpol für freie Medien im Wahlkampf auf. Am 29. September hat Österreich die Wahl.

(red.)

Titelbild: ZackZack.at

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