Schule verbannte „Harry-Potter“-Romane – aus Angst vor Geistern

Schulgeistlicher beauftragte Exorzisten

Washington, 03. September 2019 (APA/AFP) –

Eine US-Schule hat die „Harry-Potter“-Bücher aus ihrer Bibliothek verbannt – wegen der Zaubersprüche in den Romanen. Die katholische Schule St. Edwards im Bundesstaat Tennessee ließ sich dabei von Exorzisten beraten, wie US-Medien am Montag (Ortszeit) berichteten.

In einem E-Mail des Schulgeistlichen Dan Reehil hieß es demnach: „Die in den Büchern gebräuchlichen Flüche und Zaubersprüche sind tatsächlich Flüche und Zaubersprüche; werden sie von einem Menschen gelesen, besteht die Gefahr, dass sie böse Geister in der Umgebung desjenigen heraufbeschwören, der den Text liest.“

Die Schulaufseherin in der Diözese von Nashville, Rebecca Hammel, sagte der Zeitung „The Tennessean“, Reehil habe das Recht, „solche Entscheidungen zu treffen“. Die Schule bewahrt die Romane zwar weiter auf, stellt sie den Schülern aber nicht zur Verfügung.

Schöpferin der Zauberer-Saga „Harry Potter“ ist die britische Schriftstellerin Joanne K. Rowling. Der erste „Harry Potter“-Band war am 26. Juni 1997 mit einer Auflage von nur 1.000 Stück beim Verlagshaus Bloomsbury erschienen. Bis heute verkauften sich die insgesamt sieben „Harry Potter“-Bände mehr als 450 Millionen Mal in aller Welt, sie wurden in 79 Sprachen übersetzt.

Venediger Markusplatz soll tschickfrei werden

Rauchen soll dort auch im Freien gänzlich verboten werden

Venedig, 03. September 2019 (APA) –

Die Stadt Venedig will zigarettenfreie Zonen einführen. Rund um den Markusplatz und die Rialto-Brücke, wo der Touristenandrang besonders stark ist, soll das Rauchen auch im Freien gänzlich verboten werden, lautet ein Plan des Bürgermeisters von Venedig, Luigi Brugnaro. Rauchen soll lediglich in einigen bestimmten Bereichen erlaubt sein.

Lokale sollen Rauchern einen Raum zur Verfügung stellen. Zudem plant der Bürgermeister, Taschenaschenbecher zu verteilen. „Raucher werden damit zu einem verantwortungsvolleren Umgang mit Zigarettenstummeln aufgerufen“, sagte Brugnaro nach Angaben der Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“ (Dienstagsausgabe). Er suche einen Sponsor für die Taschenaschenbecher. Der Verband der italienischen Tabakindustrie signalisierte Interesse den Plan des Stadtoberhaupts.

Brugnaro, der selbst Zigarrenraucher ist, stellte seine Pläne am Montag bei einer internationalen Bürgermeisterkonferenz zum Thema urbane Sicherheit vor. Österreich war mit Vertretern der Gemeinden Linz und Gablitz bei der Veranstaltung präsent.

Bergsteiger verweigerten zwei Mal Rettungshelikopter – Hohe Kosten für Einsätze

Katalanisches Paar wurde erst beim dritten Mal in Sicherheit gebracht

Belluno, 03. September 2019 (APA) –

Weil sie sich zwei Mal geweigert hatten, in den Rettungshubschrauber einzusteigen, der sie in Sicherheit bringen sollte, müssen zwei im Drei-Zinnen-Gebiet in Schwierigkeiten geratene Alpinisten aus Katalonien wohl tief in die Tasche greifen. Bis zu 13.000 Euro wird das Paar aus Barcelona laut Medienangaben für die Einsatzkosten zu zahlen haben.

Die Retter waren beim ersten Mal von der Mutter des 45-jährigen Alpinisten alarmiert worden, die in einer Berghütte auf die Rückkehr des Paares gewartet hatte. Der Rettungshubschrauber lokalisierte die Bergsteiger zwar, diese verweigerten aber zwei Mal an zwei verschiedenen Tagen eine Bergung – mit der Begründung, sie könnten noch aus eigener Kraft den Gipfel erreichen, wie sie es sich vorgenommen hatten.

Erst nach drei Tagen – am Montagnachmittag – entschloss sich das Paar wegen Regen und Kälte, auf seine geplante Unternehmung doch zu verzichten. Daraufhin alarmierten sie selbst den Notruf bei der Bergrettung Pieve. Ein Helikopterteam aus Südtirol brachte die beiden Katalanen dann nach einer wegen des Nebels schwierigen Rettungsaktion in Sicherheit.

Das Paar hatte zudem bereits einige Tage zuvor für Aufregung gesorgt. Am Dienstag der vergangenen Woche mussten die beiden Spanier schon einmal gemeinsam mit zwei Südtiroler Bergsteigern von Bergrettern auf der Großen Zinne in Sicherheit gebracht werden.

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