ZackZack berichtete: Nach wenigen Wochen im EU-Parlament ist Edtstadler, die „Iron Lady“ des Altkanzlers Kurz, am Sprung zurück nach Wien. Am Wochenende beim Wahlkampf im Burgenland und heute ersetzt sie Kurz im TV-Duell gegen Peter Pilz. Wie berichtet flüchtet der Altkanzler vor dem bekanntesten Oppositionspolitiker des Landes. Doch Edtstadler hätte eigentlich besseres zu tun: nämlich ihrer Arbeit gewissenhaft nachgehen!

Wien, 04. September 2019 / Bei den EU-Wahlen erhielt Karoline Edtstadler die meisten Vorzugsstimmen in Österreich. Damit hätte sie eigentlich einen klaren Auftrag, Österreich und seine Bürger in der EU zu vertreten. Das neu gewählte Parlament ist noch jung, die ersten Ausschüsse beginnen sich langsam zu formieren.

Flüchtige Edtstadler ersetzt flüchtigen Kurz

Die ÖVP-Delegationschefin sitzt dabei auch im sogenannten LIBE-Ausschuss. Dieser Ausschuss ist zuständig für Bürgerrechte, Menschrechte und Grundrechte in der EU. Auch der Datenschutz wird von LIBE behandelt, sowie übrigens Sicherheit und Recht! Gerade beim Datenschutz prescht Edtstadler immer wieder vor und fordert Änderungen. Sollte sie ihre Forderungen also ernst nehmen, dann wäre Edtstadler im LIBE optimal aufgehoben.

Doch nun zeigt sich, welche Arbeitsmoral bei Edtstadler vorherrscht. Just heute tagt der Ausschuss zum ersten Mal seit der Wahl. Man beschließt dort wichtige budgetäre Fragen. Edtstadler ist aber nur physisch anwesend, denn nachmittags muss sie aus Brüssel flüchten, um den ebenfalls flüchtigen Kurz im TV-Duell mit Peter Pilz ersetzen. Pikant: Edtstadler steht nicht einmal zur Wahl! Trotzdem sagte Edtstadler letzte Woche in der Wiener Zeitung, „die Arbeit im EU-Parlament mache ihr besonders viel Freude“.

Vor Duell mit Pilz: Druck für ÖVP immens

Morgen tagt der Ausschuss erneut. Ob Edtstadler gleich nach dem Duell in den Flieger steigt, um morgen pünktlich 9 Uhr im EU-Parlament anwesend und vorbereitet zu sein, ist nicht bekannt. Ob Peter Pilz sie das fragen wird?

Auch wenn der Ex-Kanzler vor Pilz flüchtet, Edtstadler muss sich ihm stellen. Kurz gab im BVT U-Ausschuss an, von nichts zu wissen und alle Information nur aus den Medien zu haben. Ob Edtstadler, die zur Zeit der BVT-Razzia Staatssekretärin bei Kickl war, mehr dazu weiß? Für Edtstadler könnte sich eine gefährliche Dynamik entwickeln. Denn Peter Pilz hat nichts zu verlieren und ist bereits mit den ersten TV-Auftritten in Fahrt gekommen.

(wh)

Titelbild: APA Picturedesk

Aktuell

Kampf um’s Güssinger Wasser – Worum ging es auf Ibiza wirklich? Osteuropäische Geschäftsleute liefern Wirtschaftskrimi in Wien