Herbert Kickl war nicht gerade berühmt für seine sparsame Politik. Wie im Mai bekannt wurde, gab er allein für die berittene Polizei 2,5 Millionen Euro aus. Heute wurde ein weiteres Detail über den legeren Umgang des Blauen in seinem Ressort bekannt. Auf Anfrage antwortete Innenminister Peschorn, dass Kickl in nur eineinhalb Jahren 6 Millionen Euro für seine Mitarbeiter ausgab. Zudem verdoppelte er die Anzahl der Angestellten von 18 auf 37.

Wien, 04. September 2019 / Wie aus der Anfragenbeantwortung von Innenminister Wolfgang Peschorn herauskam entlohnte nicht nur der abgesetzte Innenminister seine Mitarbeiter fürstlich, sondern auch seine Staatssekretärin und Kurz-Double Karoline Edtstadler. 1,4 Millionen Euro wurden für ihr Büro in nur eineinhalb Jahren verschleudert. Besonders kulant mit den Gehältern war Kickl-Intimus und Ex-Generalsekretär Peter Goldgruber. Das Durchschnittsgehalt für seine Mitarbeiter wird mit 13.099 Euro pro Monat von Peschorn beziffert. Die Gesamtkosten für sein Büro lagen in der Größenordnung von 1,8 Millionen Euro. Kickls Ministerbüro verbrauchte in der kurzen Zeit 2,8 Millionen Euro.

Kickl kein Sparefroh

Bereits im Juni herrschte helles Aufregen über die Verschleuderung von Steuergeldern im Innenministerium. Kickl soll demnach seinen Mitarbeitern exorbitante Gehälter ausgezahlt haben. Durch Überstunden sind Gehälter von über 13.000 Euro für ein einfaches Kabinettsmitglied zustande gekommen.

Peschorn spart unnötige Kosten ein

Seit Juni ist Peschorn Teil der Expertenregierung rund um Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein. Wie aus einer Anfragenserie von JETZT-Liste Pilz Mitte August hervorkam, schrumpfte er das ehemalige Büro von Kickl, Edtstadler und Goldgruber auf 15 Mitarbeiter herunter. Insgesamt wurden die 395 Personen, die für die Ibiza-Regierung tätig waren, von der Expertenregierung auf die Hälfte heruntergeschraubt. Die aktuelle Regierung spart hier an enormen Verwaltungskosten im Vergleich zur türkis-blauen Regierung.

(bf/APA)

Titelbild: APA Picturedesk

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