Facebook will Likes abschaffen

Soll Lenkungseffekt bei Usern haben

Menlo Park, 04. September 2019 (APA/AFP) –

Facebook wird möglicherweise künftig nicht mehr die Anzahl der Likes öffentlich anzeigen. Ein Konzernsprecher bestätigte am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP, dass diese Reform erwogen werde, und bestätigte damit entsprechende Medienberichte. Bei der Facebook-Tochter Instagram wird bereits mit einer Abschaffung der öffentlichen Anzeige der Likes-Zahlen experimentiert.

Durch den Klick auf den Like-Button bekundet ein Nutzer der Onlinenetzwerke, dass ihm der Kommentar, das Foto oder das Video eines anderen Nutzers „gefällt“. Die Zahl der Likes ist unter den Nutzern ein Statussymbol. Die Messung der Likes erzeugt aber auch bei vielen den Druck, Inhalte mit potenziell möglichst hohem Popularitätswert einzustellen.

Die Bilderplattform Instagram testet derzeit in mehr als einem halben Dutzend Ländern das Modell, dass nur noch der Inhaber des jeweiligen Kontos die Zahl seiner Likes sehen kann, nicht aber die anderen Nutzer. Dabei geht es darum, dass die Nutzer ihre Aufmerksamkeit stärker auf die Inhalte selbst richten sollen – und nicht darauf, wieviele Likes eine Veröffentlichung in den Netzwerken bekommen könnte oder schon bekommen hat.

„Gute Nacht Österreich“: Peter Klien wechselt hinter den Schreibtisch

„Im wunderschönen Studio zu stehen und schimpfen zu dürfen, ist auch erfrischend“

Wien, 04. September 2019 (APA) –

Als „Reporter ohne Grenzen“ fürchten ihn Politiker und lieben ihn seine Fans, nun wechselt Peter Klien aber hinter den Schreibtisch: Der Satiriker erhält ab 12. September mit „Gute Nacht Österreich“ auf ORF 1 ein eigenes Late-Night-Format. Bei einer selbst ausgerufenen „PK des Jahres“ stellte Klien Mittwochvormittag seine Show vor und versprach: „Jetzt geht es richtig los!“

Immer donnerstags um 21.55 Uhr ist eine halbstündige Mischung aus Stand-up-Comedy, verschiedenen Rubriken wie Presserundschau, Bild der Woche oder „Insta-Politics“ sowie einem längeren Erklärstück zu erwarten. Letzteres wird in Zusammenarbeit mit der Rechercheplattform Dossier.at erstellt und ist das „inhaltliche Herzstück“, so Klien. „Wir werden uns dabei mit einem bestimmten Thema genauer auseinandersetzen.“ Fakten und Zusammenhänge sollen auf unterhaltsame, satirische Weise vermittelt werden. In der ersten Episode widmet man sich Parteifinanzen.

Gäste im Stile einer klassischen Talkshow sind nicht geplant, allerdings sollen verschiedene Kabarettisten als „Experten“ auftreten. „Das wollen wir schrittweise einführen, bis Weihnachten werden sie das ein oder andere Gesicht zu sehen bekommen“, hielt sich Klien diesbezüglich noch bedeckt. Keine Zeit mehr werde er für seine Rolle als Außenreporter bei „Willkommen Österreich“ finden. „Ich hätte sehr gerne weitergemacht. Aber es wäre eine Kindsweglegung, wenn man so viel Zeit für eine andere Sendung als die eigene aufwendet.“

Wobei: Ganz verzichten müsse man auf seine Paraderolle wohl auch künftig nicht. „Es ist Wahlkampf. Also werde ich es nicht ganz bleiben lassen“, gab sich Klien pragmatisch und versprach Auftritte im Rahmen von „Gute Nacht Österreich“. Wie es künftig allerdings mit seinen unangenehmen Fragen an die Spitzen des Staates weitergeht, wisse er nicht. „Es wird sich zeigen, wie sich das zeitlich ausgeht.“ Immerhin ist er nicht nur als Präsentator, sondern auch als Headautor für die neue Show verantwortlich und müsse die Fäden, die von etwa zehn weiteren Autoren geliefert werden, zusammenführen.

Stilistisch ist „Gute Nacht Österreich“ unverkennbar an erfolgreiche US-Formate wie „Last Week Tonight“ oder „The Late Show with Stephen Colbert“ angelehnt. „Es ist sicher eine Mischung aus verschiedenen Elementen“, nickte Klien im Gespräch mit Journalisten. Ob er sich Aktionismus im Stile eines Jan Böhmermann vorstellen könne? „Es kann alles passieren“, grinste der Moderator. „Es kann auch schon Planungen geben. Aber ich fürchte, ich bin da nicht so gut informiert.“ Die Grenzen für Satire seien in den vergangenen Jahren verschwommen. Wirklich verboten sind aus seiner Sicht lediglich zwei Dinge: Alles, was das Strafrecht betrifft, und „langweilig zu sein“.

Für ORF-1-Channelmanagerin Lisa Totzauer ist politische Satire jedenfalls eine Kernaufgabe des öffentlich-rechtlichen Senders. „Sie ist unglaublich wichtig, unglaublich relevant. Satire ist Wahrheit mit Witz. Und wie uns die aktuelle politische Situation zeigt, haben wir sehr viel Futter.“ Der ORF könne mit solchen Formaten nicht nur „Zielgruppen ansprechen, die vielleicht nicht so informationsaffin sind“, sondern auch „unsere Unabhängigkeit zeigen und unsere Glaubwürdigkeit stärken“. Nachsatz: „Wir werden uns auch selbst aufs Korn nehmen. Dadurch, dass alle drankommen, wird sich auch niemand aufregen können.“

Die Erwartungen sind also nicht gering an „Gute Nacht Österreich“, das immer am Tag vor der Ausstrahlung in Wien St. Marx aufgezeichnet wird. Auch für Klien selbst. „Es ist natürlich ein Unterschied, ob man im Studio sitzt und die Welt erklärt, oder draußen Politikern hinterherrennt“, betonte er. Trotzdem wolle er weiterhin „der Robin Hood der Gebührenzahler“ sein. „Und im wunderschönen Studio zu stehen und schimpfen zu dürfen, ist auch erfrischend.“

Chlorgasaustritt an Tiroler Badesee

Aufgrund eines technischen Defektes

Kirchberg, 04. September 2019 (APA) –

In einem Technikraum am Badesee in Kirchberg in Tirol (Bezirk Kitzbühel) ist es Dienstagabend zu einem Chlorgasaustritt gekommen. Ein 59-jähriger Angestellter wurde daraufhin aufgrund einer leichten Beeinträchtigung mit der Rettung in das Krankenhaus St. Johann in Tirol eingeliefert, berichtete die Polizei.

Nach bisherigen Ermittlungen dürfte ein technischer Defekt die Ursache für den Gasaustritt gewesen sein. Der Raum wurde von der Feuerwehr gelüftet. Im Einsatz standen die Feuerwehren Kirchberg und die Stadtfeuerwehr Kitzbühel, Rettung sowie Polizei.

Titelbild: APA Picturedesk

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