Teenager erblindet, weil er sich nur von Pommes ernährt hat

Pommespanzer leidet unter Hör- und Sehverlust

Berlin/London, 05. September 2019 (APA/dpa) –

Ungesunde Ernährung hat einen Jugendlichen in Großbritannien nach Ansicht seiner Ärzte fast erblinden lassen. Auch sein Hörvermögen ist beeinträchtigt, berichten die Mediziner um Rhys Harrison vom Bristol Eye Hospital im Fachmagazin „Annals of Internal Medicine“. Der Bursche habe sich jahrelang nur von Pommes, Chips, Weißbrot, Schinken und Würstchen ernährt.

Erste Probleme, die womöglich auf seine Ernährung zurückzuführen waren, bekam der Bub schon vor Jahren. Als 14-Jähriger berichtete er seinem Hausarzt von anhaltender Müdigkeit. Der Arzt stellte einen Vitamin-B12-Mangel fest, den er mit Vitaminspritzen behob. Zudem bekam der Bursche eine Ernährungsberatung. Später klagte der Jugendliche über Hör- und Sehverlust.

Spezialisten diagnostizierten eine Beschädigung des Sehnervs. Sie machten einen Mangel an Vitamin B12 und weiteren Vitaminen und Spurenelementen für die Hör- und Sehprobleme verantwortlich. Die Ärzte verabreichten dem Burschen Nahrungsergänzungsmittel. Sein Sehvermögen wurde daraufhin nicht mehr schlechter, besserte sich aber auch nicht.

Der Ernährungsmediziner Stefan Kabisch vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) in Potsdam-Rehbrücke hält den beschriebenen Zusammenhang zwischen Fehlernährung und Seh- und Hörverlust allerdings für unwahrscheinlich. „Ich denke nicht, dass die Probleme des Patienten mit seiner Ernährung zu tun haben.“ Es sei zwar keine Frage, dass sich der Bursche nicht gesund ernährt habe, „seine Vitamin-Werte sind dafür aber immer noch relativ gut, sie liegen im niedrigen Normalbereich und können meines Erachtens die Seh- und Hörstörungen nicht erklären.“ Es sei wahrscheinlicher, dass der Patient eine Stoffwechselstörung habe, die dazu führe, dass er das aufgenommene Vitamin B12 nicht verstoffwechseln könne.

Bekanntester Hahn Frankreichs darf weiter krähen

Klage von Nachbarn wegen Ruhestörung abgewiesen

Rochefort, 05. September 2019 (APA/AFP) –

Frankreichs bekanntester Hahn darf weiter krähen: Ein Gericht in Rochefort im Westen des Landes wies am Donnerstag eine Klage von Nachbarn ab, die wegen morgendlicher Ruhestörung durch den Gockel „Maurice“ geklagt hatten, wie der Anwalt seiner Halterin Corinne Fesseau mitteilte. „‚Maurice‘ hat gewonnen“, betonte der Anwalt.

Geklagt hatte ein Pensionistenpaar. Es wirft Hahn „Maurice“ vor, es mit seinem frühen Morgengruß auf der Atlantik-Insel Oleron regelmäßig, um den Schlaf zu bringen. Das Gericht verurteilte die Kläger, nun 1.000 Euro Entschädigung an Maurice‘ Besitzerin Fesseau zu zahlen und die Gerichtskosten zu tragen, wie der Anwalt mitteilte.

Der „Kulturkampf“ um den Gockel bewegte ganz Frankreich, denn der gallische Hahn ist Wappentier des Landes. Zudem symbolisiert er den Konflikt zwischen Landbewohnern und Zugezogenen. Der Bürgermeister eines französischen Dorfes unweit von Rochefort hat bereits eine Initiative angekündigt, um Geräusche auf dem Land als „nationales Kulturerbe“ unter Schutz stellen zu lassen.

Costa Ricas Teamchef ist Job zu langweilig – Rücktritt

Fühlt sich unproduktiv

San Jose, 05. September 2019 (APA/Reuters) –

Costa Ricas Teamchef Gustavo Matosas hat wegen seiner für ihn langweiligen Tätigkeit den Rücktritt aus der Fußball-Nationalmannschaft erklärt. „Ich habe gemerkt, dass ich mich als Nationaltrainer unproduktiv fühle, selbst wenn ich die Zeit mit dem Anschauen von Videos verschwende“, sagte der Argentinier in einer Pressekonferenz am Mittwoch. Er war erst seit acht Spielen Coach des WM-Teilnehmers.

Im Freundschaftsspiel gegen Uruguay am Freitag wird Matosas noch auf der Bank sitzen. Danach soll er laut Medienberichten den mexikanischen Club Atletico San Luis übernehmen.

Titelbild: Pixabay

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