Der Desaster-Wahlkampf der ÖVP geht weiter. Nun wurde bekannt, dass die Türkisen bewusst die gesetzliche Wahlkampfkostengrenze von 7 Millionen überschritten. Die Informationen sollen aus dem Innersten der ÖVP-Zentrale stammen. Dort liegen die Nerven blank. Kurz tritt die Flucht nach vorne an: Der „Falter“ wird geklagt und eine weitere hektische Pressekonferenz einberufen. Thema: Ein angeblicher Hacker-Angriff.

Wien, 05. September 2019 / Fast 13 Millionen Euro ließ sich die ÖVP die NR-Wahl 2017 kosten. Dieses Jahr rechnen sie mit knapp 10 Millionen. Die gesetzliche Obergrenze liegt allerdings bei 7 Millionen. Lange beteuerte Kurz, dass die Überziehung keine Absicht gewesen wäre. Es sei einfach passiert, ein Fehler eben. Neue, dem Falter zugespielte Dokumente sollen jedoch beweisen, dass es Absicht war.

ÖVP will Zensur

Der nächste herbe Rückschlag für den Altkanzler, er missachtet offenbar bewusst das Gesetz. Der letzte Ausweg: eine Klage. Das bedeutet, dass der „Falter“ schweigen soll. Es ist ein beispielloser Versuch, die österreichische Medienlandschaft zu zensieren. Dies ist ein weiterer Schritt der ÖVP, die österreichischen Medien gleichzuschalten.

Die ÖVP-Zentrale gleicht offenbar einem Pulverfass. Pikant: Wöchentlich werden interne Dokumente an die Öffentlichkeit gespielt. Die Medien spekulierten über einen Maulwurf in der Kurz-Clique, auch die ÖVP selbst ging davon aus. Heute kam es aber anders: in einer hektisch einberufenen Pressekonferenz behauptet Kurz von einem „Hacker-Angriff“ betroffen zu sein.

Auch bei der Pressekonferenz ging Kurz gegen die Medien vor. Der „Falter“, jenes Medium das im Besitz der besagten Dokumente ist, wurde von der Pressekonferenz ausgesperrt. Ist die ÖVP an einer Aufklärung interessiert, oder will sie nur ihrer Geschichte durchdrücken? Der angebliche Hacker-Angriff, deutet eher auf Zweiteres hin.

ÖVP ist völlig unglaubwürdig

Die ÖVP behauptet, ganze 5 Wochen hätten sich Hacker im ÖVP-System bewegen können. Nach der Darstellung der ÖVP soll der Hacker massiv Daten abgegriffen haben. Brisant: Laut IT-Experten müsste ein Angriff in dieser Größe innerhalb von 24 h auffallen. Hat die ÖVP eigentlich eine funktionierende IT-Abteilung?

Damit gibt es grundsätzlich zwei mögliche Szenarien: entweder die ÖVP weist extreme Sicherheitsmängel in ihrem System auf, oder die IT-Abteilung wurde zusammengespart. Wenn 5 Wochen nichts auffällt, müsste man eigentlich davon ausgehen, dass keine IT-Security existiert.

Seitdem die Großspenden an die Parteien verboten wurden, herrscht in der ÖVP angeblich Panik. Die Einkommensquelle Nummer 1 ging damit verloren, die 49. 000 Euro monatlich von Heidi Horten und Co. dürfen nicht mehr überwiesen werden. Gestern hieß es von Seiten der ÖVP, der „Falter“ hätte falsche Dokumente und versuchten den „Falter“, mit diesen Vorwurf zum Schweigen zu bringen.  Heute sagen sie, sie wurden gehackt. Was stimmt denn nun?

Oder führt die ÖVP einen 3-T Wahlkampf? Tricksen, Tarnen, Täuschen.

(wh)

Titelbild: APA Picturedesk

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