Die irre Casinos-Affäre weitet sich aus: Nach einem höchst ungewöhnlichen Polizeieinsatz im Finanzministerium, tritt nun Peter Sidlo die Flucht an. Der umstrittene Finanzchef der Casinos Austria ist nun bis auf weiteres auf Urlaub, während E-Mails und Terminkalender des früheren Finanzstaatssekretärs Hubert Fuchs (FPÖ) beschlagnahmt wurden. Was kommt noch ans Tageslicht?

Wien, 05. September 2019 / Der nächste Knalleffekt: Nach einer polizeilichen Nachschau, die vom Finanzministerium angestoßen wurde, weitet sich die Casinos-Affäre aus. Der Finanzchef der Casinos Austria, der im Verdacht steht, aufgrund eines politischen Deals zu seinem Amt gekommen zu sein, tritt nun die Flucht in den Urlaub an. Es gilt die Unschuldsvermutung. Solange die internen Untersuchungen liefen, ziehe sich Sidlo zurück. So war es aus Kreisen des Unternehmens zu hören.

Untersuchung wird ausgeweitet: Sidlo doch nicht geeignet?

Damit vollzieht die CASAG einen starken Schwenk, war Sidlos Bestellung doch bisher verteidigt worden. Und das, obwohl ein Personalberater ihm die Qualifikation großteils abgesprochen hatte! Die Abberufung Sidlos stand ursprünglich nicht zur Debatte, der CASAG-Aufsichtsrat beteuert, dass der frühere FPÖ-Bezirksrat in Wien-Alsergrund für den Job geeignet sei. ZackZack.at berichtete bereits am Anfang der Affäre.

Auch Rothensteiner in der Kritik

Auch Aufsichtsratspräsident Rothensteiner selbst steht wegen der Vorgänge schwer unter Beschuss. Die negative Evaluierung durch den Personalberater Egon Zehnder wurde dem gesamten Aufsichtsrat vorenthalten. Auf eigenen Wunsch des Gremiums, wie der Raiffeisen-Generalanwalt betonte. Das brachte ihm eine anonyme Anzeige ein: Die Bestellung eines nicht ausreichend qualifizierten Vorstands wird in der Anzeige als Schädigung des Unternehmens beziffert! Auch für Rothensteiner gilt selbstredend die Unschuldsvermutung. ZackZAck.at bleibt dran.

 (wh)

Titelbild: APA Picturedesk

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