Die Welt, von der die FPÖ träumt: Zack, Zack, Zack – unliebsame Journalisten raus, brave Schreiberlinge rein. So stellt sich Ex-Parteichef Strache die Medienwelt vor. Seit diesem Wahlkampf weiß man aber auch: es gibt zwei Ibiza-Parteien. Und beide – ÖVP und FPÖ – wollen die Medienwelt verändern. Das wovon die Ibiza-Parteien träumen, hat Viktor Orbán in Ungarn bereits umgesetzt. Sowohl Kurz, als auch Hofer, werben nun mit dubiosen Politikern aus Osteuropa.  

Wien, 11. September 2019 / Die Kontakte der Ibiza-Parteien nach Osteuropa, werden die Republik noch länger beschäftigen. Umso seltsamer, dass sowohl FPÖ als auch ÖVP mit prominenten Politikern aus Osteuropa werben. Zuerst schickte Kurz seinen Freund in den Ring: Vitali Klitschko, Bürgermeister von Kiew, bekundete seine Unterstützung für Kurz.

Klitschko unter Korruptionsverdacht, Orbán auf EU-Ebene mit ÖVP

Pikant: Aktuell stehen Korruptionsvorwürfe gegen Klitschko im Raum. Es dreht sich um die Vergabe von städtischen Grundstücken und um den Bau von Brücken.  Spätestens bei den Wahlen im nächsten Jahr, dürfte seine Zeit abgelaufen sein. Freut sich der Altkanzler wirklich über diese dubiose Unterstützung? Da muss die FPÖ natürlich nachziehen. Norbert „Kuschel“ Hofer besuchte nun den Vorreiter der autoritären Wende: Viktor Orbán.

Orbán machte aus Ungarn eine illiberale Demokratie, fast alle Medien sind unter seiner Kontrolle. Gleichzeitig wettert er gegen Einwanderung, gegen Obdachlose und gegen Minderheiten. Doch das eigentlich größte Problem im Land verschweigt er gern: die Abwanderung der jungen Generation aus Ungarn. Jetzt feiern Hofer und Orbán ihre „langjährige Freundschaft“. Brisant: Auf EU-Ebene sitzt die Orbán-Partei eigentlich bei der ÖVP, Wahlkampf macht Orbán jetzt aber für die FPÖ.

Was wollen Kurz und Hofer von Osteuropa lernen?

So oder so, die Ibiza-Parteien zeigen wohin sie Österreich steuern wollen und wovon sie träumen. Auf Klitschko rollen eine Vielzahl an Korruptionsverfahren zu, gegen Orbán probte das ungarische Volk bereits den Aufstand. Doch noch herrscht der „Gulasch-Diktator“ über Ungarn. Gibt er Hofer jetzt noch Tipps für die „Orbánisierung“ Österreichs? Erzählt er, wie man die Medien auf Linie bringt, ohne die Ibiza-Millionen einer russischen Oligarchin?

Offensichtlich fantasieren beiden Ibiza-Parteien von osteuropäischen Zuständen in Österreich. Oder was wollen Kurz und Hofer den Österreichern mit diesen „Unterstützern“ sagen? Jeder der Österreich vor Korruption und autoritären Zuständen schützen will, muss JETZT – Liste Pilz wählen.

(wh)

Titelbild: APA Picturedesk

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