Ein Mitglied der Identitären kandidiert bei der Nationalratswahl für die FPÖ. Laut dem Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung handelt es sich um den 32-jährigen Philipp Samhaber. Der Identitäre findet sich auf der Landesliste der oberösterreichischen Freiheitlichen. Am samstäglichen Parteitag wird sich zeigen ob Hofer sein Versprechen, härter durchzugreifen, einlöst. Doch die eigentliche Frage: setzt sich Hofer oder Kickl durch?

Wien/Linz, 11. September 2019 / Insgesamt 528 Mitglieder der Identitären sind auf der Liste der Ermittlungsbehörde erfasst, darunter auch Polizisten. Dem FPÖ-Kandidaten in Oberösterreich ist darauf auch eine Mitgliedsnummer zugewiesen. Der Mann schreibt weiters für das als rechtsextrem geltende Online-Magazin „Wochenblick“ und wird in mehreren einschlägigen Foren zitiert.

Zwei Einzelfälle in drei Tagen

Zuletzt hatte die FPÖ versucht, sich von der Identitären Bewegung (IBÖ) zu distanzieren. Parteichef Norbert Hofer betonte etwa mehrmals seine Ablehnung der Bewegung. Kurios: Im April hatte er gemeint, es sei für ihn „unvorstellbar, dass jemand, der bei uns aktiv ist – egal auf welcher Ebene -, sagt: ‚Ich spende etwas oder ich gehe zu einer Veranstaltung oder Demo.‘.“Umso brisanter, dass nun nach den Vorfällen am Wochenende rund um die nichtamtsführende Stadträtin Ursula Stenzel ein weiterer Einzelfall mit Verbindungen zur Identitären Bewegung an die Öffentlichkeit dringt.

Wie reagiert Hofer?

Samstag wird ein entscheidender Tag für die Freiheitliche Partei. Norbert Hofer hatte angekündigt härter gegen Einzelfälle im rechtsextremen Bereich durchzugreifen, gar nicht zur Freude seines Kumpanen Herbert Kickl. Droht nun der FPÖ vielleicht sogar ein Knittelfeld 2.0?

(bf/APA)

Titelbild: APA Picturedesk

Aktuell

Kampf um’s Güssinger Wasser – Worum ging es auf Ibiza wirklich? Osteuropäische Geschäftsleute liefern Wirtschaftskrimi in Wien