Der Falter veröffentlichte in seiner heutigen Ausgabe neue brisante Dokumente über die türkise Verschwendungspolitik. 160.000 für eine Feier mit geladenen Gästen, monatliche Beraterhonorare in Sphären von mehr als 30.000 Euro und „Schlemmereien“ beim Sushi-Heurigen um mehrere zehntausend Euros bei Kurz-Spezi Martin Ho. Wer denkt, dass die Parteikasse der ÖVP aufgrund von Großspendern prall gefüllt ist, der irrt. Der Schuldenstand der Partei lag 2017 bei 21,5 Millionen, plus 18,5 Millionen Verbindlichkeit gegenüber Bankinstituten. Tendenz steigend.

Wien, 11. September 2019 / Weiter geht der Skandalwahlkampf der ÖVP. Nachdem der Falter letzte Woche veröffentlichte, dass die ÖVP nun wissentlich Kosten umschichtet, um eine Überschreitung der Wahlkampfkosten zu entgehen, geht der Daten-Leak aus der ÖVP-Zentrale weiter.  Kurz und insbesondere sein Wachhund Nehammer, sprechen von einem Hack auf die Parteizentrale und von manipulierten Daten. Der heute tagende Sicherheitsrat im Parlament glaubt eher an ein Ablenkungsmanöver der ÖVP und einer Inszenierung. Auch der Falter stellt klar: Diese Dokumente sind echt!

ÖVP hoch verschuldet

Die neue Ausgabe ist hochbrisant. Irre: Die ÖVP sitzt seit 2017 auf einem Schuldenberg von über 40 Millionen. 18,5 Millionen sind demnach Forderungen von Bankinstituten, bei denen die ÖVP Kredite für den Wahlkampf 2017 aufnahm. Auch in diesem Wahlkampf soll die ÖVP wieder Kredite in Höhe von fast vier Millionen Euro aufgenommen haben.

Privatjet und Friseurtermine auf Parteikosten

Kein Grund jedoch für Sebastian Kurz zu sparen. Enorme Kosten scheut der Altkanzler nicht. Für seine Selbstinszenierung Kurz ist ihm kein Preis zu gering. Für einen Flug nach Rom, leistete er sich einen Privatjet um 7700 Euro. Auf Twitter wurde jedoch nur ein Bild des Rückfluges veröffentlicht, dass ihn in der Economy-Class zeigt. Für die täglichen Medientermine werden für Friseur und Make-up jeweils bis zu 600 Euro auf Parteikosten veranschlagt.

Alles in allem jedoch Peanuts im Vergleich zu dem, was der Partei die Kurz-Berater kosten. Stefan Steiner, engster Vertrauter von Kurz erhält ein monatliches Salär von 33.000 Euro. Kurz-Pressesprecher Gerald Fleischmann, den ZackZack.at bereits unter die Lupe nahm, wird mit 65.400 entlohnt.

Öffentlichkeitsbudget jenseits von Gut und Böse

Die wirklichen Großausgaben kommen jedoch im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit. Seit Sebastian Kurz sich bei der ÖVP hochgeputscht hat, stiegen die Ausgaben im Social-Media- und Medienauftrittsbudget auf bis zu 4,2 Millionen Euro pro Jahr. Die Ausgaben für seine Umfärbung der Volkspartei von schwarz auf türkis kostete satte 3,4 Millionen Euro. Die ÖVP als plumpe Marketing-Partei!

„Ho-he“ Kosten für Feste

Auch wenn das Budget der ÖVP alles andere als rosig aussieht, feiert Kurz gerne teure Feste. Lieblingsschauplatz seiner extravaganten Feiern ist der Sushi Heurige von seinem Spezi Martin Ho. 59.000 überwies Kurz an den Szene Gastronom für Feiern im vertrauten Kreis mit Spendern und Gleichgesinnten. Doch auch abseits von Ho und seinem Nobel-Sushi-Schuppen feiert der Kanzler teure Feten mit seinen Jüngern. Ein Sommerfest des Altkanzlers kann so schon mal auf ungefähr 160.000 Euro kommen – alles auf Kosten der Steuerzahler!

Wie kann Kurz sich das leisten?

Kurz befindet sich laut Falter auf Betteltour durch türkis-gefärbte Institutionen und Organisationen, denn allein mit der Parteienförderung kommt der Altkanzler nicht durch. Brisant: Harald Mahrer überwies der maroden ÖVP 1,5 Millionen Euro, unter dem Titel „Mitgliedsbeiträge 2019-2023“. Millionenkredite von parteinahen Banken, wie etwa der Raiffeisen International und natürlich dubios gestückelte Großspenden sollen den Wahlsieg auch in diesem Jahr ebnen.

Es gibt nur einen gegen Kurz

Alle Parteien bringen sich bereits wieder in Stellung mit dem Altkanzler in Koalition zu gehen. Die einzig garantierte Opposition gegen Kurz und seine Verschwendungspolitik gibt es bei Peter Pilz und seinem Team. Nur mit einer Stimme für JETZT am 29. September kann dem türkisen Prasser Einhalt geboten werden.

(bf)

Titelbild: APA Picturedesk

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