Die Spatzen pfeifen es von den Dächern: JETZT ist im Aufschwung. Als einzige Partei, die sich offen gegen Kurz stellt, erhält sie immer mehr Anerkennung. Trotzdem behaupten die Umfragen, JETZT würde nicht zulegen. Dies widerlegen nun Rohdaten. So kommt JETZT vor der Bearbeitung der Daten durch Meinungsinstitute auf 3,4 %. 2017 übertraf das Wahlergebnis die Rohdaten. Damit hat JETZT ausgezeichnete Chancen, wieder im Parlament vertreten zu sein.

Wien, 20. September 2019/ In vielen Länder ist es verboten, vor Wahlen Umfragen zu veröffentlichen. Warum? Weil viele Wähler für Umfragen für exakten Vorhersagen halten. Und damit werden die Wähler manipuliert. Gerade Kleinparteien trifft das hart: Man hat Angst, die Stimme könne verloren gehen, wenn eine Partei bei Umfragen nur bei 2 % bemessen wird. Viele Menschen wählen dann lieber eine andere Partei.

Der Trend ist gut für JETZT

Pikant: Umfrageinstitute sagen selbst, dass Umfragen voller Unsicherheiten sind. Für eine einigermaßen verlässliche Prognose stecken einfach zu viele Annahmen im Prozess. Alles was sich sagen lässt: allgemeine Trends lassen sich ablesen. Und nun, mit der Veröffentlichung von Rohdaten ist klar: Der Trend für JETZT ist absolut positiv.

JETZT wird derzeit in den Umfragen (die Befragungen dazu fanden schon vor einigen Wochen statt) auf zwei Prozent geschätzt. In den Rohdaten liegt die Partei jedoch zwischen drei und vier Prozent. Seltsam daran ist: Bei ihrem ersten Antreten 2017 lag das Ergebnis von JETZT über den Rohdaten der Umfragen. Eigentlich müssten die Umfrageinstitute JETZT deshalb höher schätzen. Machen sie aber nicht. Liegt das daran, weil Kurz die schärfste Kontrollpartei unbedingt aus dem Nationalrat kicken will?

Wird JETZT falsch eingeschätzt?

Wahrscheinlich ist, dass die Institute JETZT nicht optimal berechnen. Ein gutes Beispiel sind Tierschützer, Vegetarier und Veganer als Wählergruppen bei JETZT: Weil Österreichs Tierschutzikone Martin Balluch für JETZT kandidiert und die Partei als einzige für eine Erhöhung der Steuer auf Fleisch aus Massentierhaltung eintritt, werden diese großen Wählergruppen überproportional oft JETZT wählen. Die Umfrageinstitute haben diese Gruppen aber nicht in ihren Rechenmodellen. Doch diese Gruppe macht rund 10 % der Österreicher aus.

JETZT vor dem Wiedereinzug?

Durch diese neuen Fakten ist eines klar: Eine Stimme für JETZT ist keineswegs eine verlorene Stimme, die junge Partei hat alle Chancen, erneut ins Parlament einzuziehen. Doch es wird knapp. Entschieden wird am 29.9. und dann wird sich zeigen, ob Kurz weiter von Peter Pilz kontrolliert wird oder ob das Parlament nur mit der ÖVP und 4 Beiwagerl-Parteien besetzt wird.

Titelbild: ZackZack, Pixabay

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