Seit über 10.000 Jahren nutzt die Menschheit den Hanf. Doch erst seit 1963 ist die Pflanze in Österreich verboten. Der Feldzug gegen die vielseitig einsetzbare Nutzpflanze begann in den USA in den 1920er Jahren. Und 1963 verbot man den Hanf auch in Österreich. Doch langsam bröckelt die Prohibition: die USA diskutieren die Legalisierung, und hierzulande fordert JETZT eine umfassende Entkriminalisierung. Dafür setzt sich Bernhard Amann (Bundesliste Platz 15) mit einem Vorzugsstimmenwahlkampf ein.

Wien, 20. September 2019 / Der Hanf ist für die Menschen vielseitig nutzbar und oft auch weitaus ökologischer als seine Alternativen: bei Papier und Kleidung kann der Hanf das Holz und die Baumwolle weitaus nachhaltiger ersetzen. Als Nahrungsmittel dient er als wertvolle Proteinquelle – ein pflanzlicher Ausgleich zum Fleisch.

Mittlerweile bestätigen eine Vielzahl an Studien noch etwas. Einige Wirkstoffe im Hanf haben eine erstaunliche Wirkung auf die Gesundheit! Eine Vielzahl an Wissenschaftlern und Ärzten belegen, dass die Pflanze als natürliche Medizin gegen Epilepsie, Angststörungen, Schlafstörungen, Übelkeit, Psychose, Depression und sogar Krebs angewendet werden kann. Und trotzdem werden die Konsumenten noch immer kriminalisiert.

Konzerne wollen Markt monopolisieren

Nun ist ein erster Schritt gelungen: Hanf ohne den berauschenden Wirkstoff THC darf verkauft werden, das sogenannte CBD. Diese Hanfblüten, die nicht berauschen und medizinisch wirksam sind, kann man mittlerweile in Österreich kaufen. Damit ist ein erster Schritt für Patienten gelungen.

Doch am 4. Dezember 2018 gab das Gesundheitsministerium bekannt, CBD-Nahrungsmittel (der berühmte „Hasch-Brownie“ – der allerdings nichts mit Rausch zu tun hat) wieder zu verbieten. Dies sei ein „neues Lebensmittel“. Hier geht es um einfache, wirtschaftliche Interessen: große Konzerne wollen den neuen entstehenden Markt monopolisieren. „Der Betrieb von Hanf-Bauern, die beispielsweise Honig mit 5 % CBD produzieren, ist akut bedroht. Das ist kein neues Lebensmittel, sondern solch einen Honig gibt es schon seit Ewigkeiten. Der hat auch nichts mit einem Rauschmittel zu tun. Die Politik will diese Kleinunternehmer zerstören, damit sich Großkonzerne ein Monopol auf den neuen Markt sichern“, sagt Peter Kolba.

Währenddessen ist der Wirkstoff THC weiterhin als Suchmittel verboten. Obwohl auch bei diesem Stoff nachgewiesen ist, dass er eine medizinische Wirkung hat und vor allem bei Schmerzpatienten enorme Erfolge erzielen kann.

Deshalb fordern Bernhard Amann (JETZT) und Peter Kolba (Leiter Team Bürgerrechte JETZT):

  1. THC muss für Patienten zugänglich sein und die Kosten sind von der Krankenkasse zu decken
  2. Der CBD-Markt muss liberalisiert werden, anstatt Hanf-Bauern und Kleinunternehmer zu zerstören
  3. Gleichstellung von Hanf mit Alkohol und Nikotin

Hanf, Alkohol und Nikotin ab 18 Jahren

Alkohol zerstörte unzählige Familien, Alkoholsucht ist eine der schlimmsten Suchtkrankheiten, die es gibt, doch der Staat fördert den Alkoholkonsum. Gleichzeitig werden Hanf-Konsumenten verfolgt, in den Schwarzmarkt gedrängt, stigmatisiert und landen oft in überfüllten Gefängnissen. Eine Legalisierung des Hanfes würde deshalb auch Staat und Gefängnisse entlasten. Es wäre ein vernünftiger Schritt, denn in Österreich gibt es knapp 1 Million Konsumenten. Amann will deshalb eine Gleichstellung von Hanf mit den erlaubten Genussmitteln Alkohol und Nikotin. Allerdings sollen alle drei Rauschmittel erst ab 18 Jahren erlaubt sein.

Nur JETZT – Liste Pilz will dieser Million Österreichern eine Stimme geben. Deshalb geht Bernhard Amann, der bereits jahrzehntelang für die Freigabe vom Hanf kämpfte, für JETZT ins Rennen. Er kandidiert in Vorarlberg als Spitzenkandidat und auf Platz 15 der Bundesliste. Mit einer Vorzugsstimme für Amann stimmt man für eine vernünftige Hanfpolitik in Österreich!

(wh)

Video: Stefan Raab – Gebt das Hanf frei! – dailmotion.com

Titelbild: Pixabay

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