Die gestrigen Parlamentsanträge von JETZT-Liste Pilz bezüglich der drei akutesten Tierschutzprobleme zeigte das wahre Gesicht der beiden Ibiza-Parteien. Alle drei Anträge wurden von FPÖ und ÖVP niedergestimmt. Besonders die FPÖ verläuft sich in fadenscheinigen Ausreden. Laut Philippa Strache wünscht man sich mehr Dialog über das Thema, dabei wird seit 1994 über das Beenden der Vollspaltenböden im Parlament diskutiert.

Wien, 20. September 2019/ Die von JETZT- Liste Pilz Spitzenkandidatin Daniela Holzinger-Vogtenhuber eingebrachten Anträge, handelten von den drei wichtigsten Anliegen im Tierschutz. Das Ende des Kükenschredderns, der Vollspaltenböden und der betäubungslosen Ferkelkastration.

Drei Anträge, drei Neins von FPÖVP

96 Prozent der Bevölkerung sind für eine Stroheinlage in der Schweinezucht. Die Tiere leiden unter dem harten Betonboden und es kommt bei fast allen Tieren zu schweren Entzündungen der Gelenke, da diese in ihrem eigenen Extrementen leben müssen. Durch den Mangel an angenehmen Schlafplätzen leiden die Tiere unter enormen Stress und attackieren sich gegenseitig, was zu verstümmelten Ohren und Schwänzen führt.

Der zweite Antrag sollte ein Verbot des Kükenschredderns durchsetzen. Jährlich werden in Österreich neun Millionen männliche Küken nach nur einem Tag geschreddert, da sie für die landwirtschaftliche Produktion nicht von Relevanz sind.

Weiters setzte sich Holzinger-Vogtenhuber gegen die betäubungslose Ferkelkastration ein. Eine besonders grauenvolle Methode der Tierquälerei zur Kastration der Jungtiere. Auch hier stimmten FPÖ und ÖVP dagegen.

Strache möchte noch „mehr Zeit für Dialog“

Vor zwei Tagen kam es zum TV-Duell Martin Balluch (JETZT) gegen Philippa Strache (FPÖ). Strache verteidigte die ablehnende Haltung ihrer Partei: „Wir wünschen uns mehr Dialog.“ Seit 1994 ist das Ende der Vollspaltenböden Thema im Nationalrat, Zeit genug zum Diskutieren, findet hingegen Balluch.

Balluch bedauert FPÖ- Entscheidung

Martin Balluch, Tierschutzikone und JETZT-Liste Pilz Spitzenkandidat ist über das Querlegen der FPÖ erzürnt: „Wir haben alle Fakten zu dieser Frage zusammen getragen: die wissenschaftlichen Studien, die Meinung der Bevölkerung, die Bereitschaft der Supermärkte für eine Branchenlösung und die Erfahrung jener Betriebe, die von sich aus in den letzten Jahren von Vollspalten auf Stroh umgebaut haben. All das weist deutlich darauf hin, dass der Umstieg österreichweit ein Gewinn für alle Beteiligten wäre. Dagegen setzt die FPÖ ihr Bauchgefühl, dass dann die Importe zunehmen würden – und verrät die Tiere. Nun endgültig. Ich hoffe sehr, dass alle tierschutzbewegten Menschen hierzulande der FPÖ dieses schändliche Vorgehen nicht vergessen werden!“

(bf)

Titelbild: APA Picturedesk

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