Letzte Woche verrieten die beiden Ibiza-Parteien mit ihrem Abstimmungsverhalten die Tiere. Auch leere Versprechungen der „ehrenamtlichen“ 10.000 Euro-Tierschutzbeauftragten Philippa Strache sorgen für Kopfschütteln. Besonders enttäuschend ist die nicht durchgebrachte Beendigung der betäubungslosen Ferkelkastration. Die Mehrkosten für ein Ende dieser Tierquälerei wären 3 Cent pro Schnitzel gewesen.

Wien, 25. September 2019/ Die von Daniela Holzinger-Vogtenhuber eingebrachten Anträge hatten drei zentrale Punkte, die dem Tierleid ein Ende setzen sollten. Keine betäubungslose Ferkelkastration, das Ende der Vollspaltenböden und des Kükenschredderns. Abgeschmettert von ÖVP und FPÖ. Agrarlobby und Wirtschaft haben Vorrang vor gesunden Tieren und dem Ende des Leidens.

Betäubungslose Ferkelkastration

Nur ein Bruchteil der Bevölkerung weiß, wie grausam die Kastration von Ferkeln durchgeführt wird. Laut mehreren Studien wissen ungefähr 61% der Einwohner nicht von den tierquälerischen Methoden, von der 2,7 Millionen Ferkel betroffen sind, bei denen die Kastration bei vollem Bewusstsein mit einem einfachen Messer durchgeführt wird. Die Mehrkosten für eine Betäubung liegen bei 3 Cent pro Schnitzel. Antrag von FPÖ und ÖVP abgelehnt.

Vollspaltenboden

Laut österreichischer Tierhaltungsverordnung haben Schweine kein Recht auf nur einen einzigen Halm Stroh. Es ist gesetzlich erlaubt, Schweine ihr ganzes Leben lang – rund 6 Monate bis zur Tötung im Schlachthaus – auf einem sogenannten Vollspaltenboden zu halten. 60 Prozent der Schweinepopulation in Tierhaltung müssen noch immer in ihren eigenen Exkrementen ihr gequältes Dasein fristen. Vor Entzündungen und Krankheiten ist so gut wie kein Tier gefeit.

Seit 1994 wird über das Ende des Vollspaltenbodens in Österreich diskutiert. Außerhalb des Parlaments deklarierte die FPÖ immer wieder, dass sie Anträgen zum Ende zustimmen würde. Wenn es jedoch zu Abstimmungen der Anträge kam, hielt sie nicht Wort. Die fadenscheinige Ausrede der „ehrenamtlichen“ FPÖ-Tierschutzbeauftragten Philippa Strache: „Zu wenig Dialog über das Thema.“ Zur Erinnerung: seit 25 Jahren wird darüber gesprochen. Antrag von FPÖ und ÖVP abgelehnt.

Eintagsküken

Jährlich werden allein in Österreich über 10 Millionen männliche Küken direkt nach der Geburt vergast oder geschreddert – alle 3,5 Sekunden stirbt demnach eines in der industriellen Produktion. Dank ÖVP und FPÖ geht der Massenmord an männlichen Küken weiter. Antrag von FPÖ und ÖVP angelehnt.

Warum, liebe FPÖ und ÖVP?

Im Interview mit ZackZack.at schilderte JETZT-Liste Pilz Abgeordnete Daniela Holzinger-Vogtenhuber bereits im Juni, wieso die FPÖ ablehnte und auch in Zukunft weiter ablehnen wird: “Bei einem Gespräch mit Philippa Strache hatte sie mir Ihre Zustimmung zu unseren Anträgen signalisiert. Nach Hinzukommen des FPÖ-Tierschutzsprechers und des Landwirtschaftssprechers wurden die Themen sofort aus Kostengründen gestrichen: „Man bringt die Wirtschaft um.“

Tiere würden JETZT-Liste Pilz wählen

An diesem Sonntag kann eine Entscheidung gegen die Tierquälerei und gegen die profitmaximierenden Massentierfabriken getroffen werden. Ehrlichen Tierschutz gibt es nur bei JETZT- Liste Pilz mit dem Tierschützer der Nation Martin Balluch und der engagiertesten Abgeordneten in Sachen Tierschutz, Daniela Holzinger-Vogtenhuber.

(bf)

Titelbild: APA Picturedesk, Adobe Stock

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