Immer schön der Reihe nach: Bundespräsident Alexander van der Bellen ist fast durch mit seinen Gesprächen mit den Parteichefs. Als vierter war heute Werner Kogler an der Reihe. Der Grünen-Chef gilt vielen als aussichtsreichster Kandidat für den Vizekanzlerposten unter Kurz. Worüber haben VdB und Kogler gesprochen?

Wien, 03.10.2019 / Die roten Tapetentür in der Wiener Hofburg wird dieser Tage zur Drehtür. Parteichef rein, Parteichef raus. Blitzlicht, Hände schütteln, lächeln… der Nächste bitte!

Heute war Grünen-Chef Werner Kogler an der Reihe. Angesichts des Zustands der SPÖ, die das niedrigste Wahlergebnis ihrer Geschichte verdauen muss und sich konsequent in innere Konflikte stürzt und des ganz ähnlichen Bildes, das die FPÖ bisher abgiebt, ist klar: Rot und Blau sind erst einmal mit sich selbst beschäftigt.

Kogler, der alte Hase

Als aussichtsreichster Kandidat für die Funktion des Kurz-Juniorpartners gelten unter anderem deshalb Werner Koglers Grüne. Fleißig befeuert vom „Falter“ rittern sie um die Regierungsbeteiligung.

In Sachen Koalitionsverhandlungen mit der ÖVP ist Kogler schon erfahren. Zusammen mit dem damaligen grünen Bundessprecher Alexander van der Bellen war Kogler jenem Verhandlungsteam, das sich 2003 nicht mit Wolfgang Schüssel über die Eurofighter einigen konnte.

Und täglich grüßt der Eurofighter

Nun sehe die Sache freilich anders aus, sagte Kogler: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass Sebastian Kurz daran denkt, 24 Eurofighter zu bestellen, wo der Schmiergeldverdacht gleich mitfliegt.“ Notiz am Rande: Dass es nach erfolgreicher Regierungsbildung ein Eurofighter-Update um 300 Millionen Euro geben wird, gilt im Verteidigungsministerium als fix.

Kogler rechnet jedenfalls bald mit einem Anruf von Sebastian Kurz. Und wenn der sich nicht melde, würde Kogler eben ihn anrufen, so der Grünen-Chef.

(red)

Titelbild: APA Picturedesk

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