Knalleffekt in den Nachwahlwehen: Philippa Strache könnte gegen den Willen des Wiener FPÖ-Parteivorstands in den Nationalrat einziehen.

Wien 08.10.2019 / Es könnte die politische Überraschung der Woche werden: Nachdem der Wiener Landesparteivorstand der FPÖ gestern beschlossen hatte, Philippa Strache kein Nationalratsmandat zu geben, könnte die Sache nun wieder anders aussehen. Harald Stefan, langjähriger FPÖ-Mandatar ist auf der Wiener Landesliste der FPÖ vor Philippa Strache gereiht. Stefan hat allerdings auch in seinem Regionwahlkreis Wien Süd ein Grundmandat errungen. Nimmt er dieses an, rückt Strache auf der Wiener Landesliste nach. Entscheidet sich Stefan, über die Landesliste einzuziehen, geht Strache leer aus.

Genau das hatte der Vorstand der Wiener FPÖ gestern beschlossen. Es sieht aber so aus, als hätte die FPÖ ein juristisches Detail übersehen: Erringt ein Abgeordneter ein Regionalwahlkreismandat, zieht er jedenfalls über dieses in den Nationalrat ein. Das hieße, dass Harald Stefan nicht zwischen Landesliste und Regionalwahlkreis wählen kann. Der ganze Vorgang ist nun Gegenstand rechtlicher Diskussionen. Die Wiener Landeswahlbehörde hat eine entsprechende Anfrage an das zuständige Innenministerium gestellt. Die Sitzung der Wahlbehörde wurde auf morgen vertagt.

Zackzack wird weiter berichten.

(red)

Update: Der Artikel wurde um 13:24 überarbeitet.

Titelbild: Michael Gruber / EXPA / picturedesk.com

 

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