Ein goldener Oktober zeichnet sich ab. Für nächste Woche sind Tageshöchsttemperaturen bis zu 23 Grad in Wien vorausgesagt. Das spätsommerliche Wetter soll sich dann, wenn auch ein wenig kühler, fortsetzen. Erst gegen Ende Oktober könnte ein Wetterwechsel bevorstehen. Genießen wir also die warmen Tage der nächsten Zeit. Doch wie sieht es darüber hinaus aus?

Wien, 09. Oktober 2019 / ZackZack.at hat sich die Langfristprognosen verschiedenster Wetterdienste angeschaut und dabei ist ein eindeutiger Trend erkennbar.

Warmer Winter im Norden

Der Winter dürfte in ganz Europa warm, zum Teil sehr warm werden. Das europäische Zentrum für mittelfristige Prognosen, ECMWF, geht vor allem für Dezember und März für Temperaturen bis fünf Grad über das langjährige Mittel aus. Vor allem in Nord- und Osteuropa soll der Winter viel zu mild werden. Aber auch das Wetter in Österreich wird wärmer als im Durchschnitt. 0,5 bis 1 Grad über dem langjährigen Mittel sind angesagt.

Stabiles Hoch über Osteuropa

Die Prognose des amerikanischen Wetterdienstes NOAA geht von einem langanhaltenden Tiefdruckgebiet über dem Atlantik und einem stabilen Hoch über Zentraleuropa aus. Dadurch strömt langfristig warme Luft aus dem Süden immer wieder bis nach Nordeuropa. Die Wahrscheinlichkeit für kalte Phasen ist damit deutlich geringer als bei einem „normalen“ Winter.

Feuchte Luft im Norden, Trockenheit im Süden

Ein großer Luftdruckunterschied zwischen Hoch und Tief wird aber immer wieder feuchte und milde Luft nach Mitteleuropa befördern. Damit ergeben sich überdurchschnittliche Niederschläge in Nordeuropa, die vermutlich auch Mitteleuropa erreichen werden. Im Süden bleibt es dadurch aber offenbar viel zu trocken! Der „Jet-Stream“, der in Europa für Kälte sorgen könnte, soll sich in diesem Winter weit nach Norden zurückziehen. Es sieht also derzeit nicht nach weißen Weihnachten aus. Die feuchte Luft könnte aber in den höhergelegenen Regionen für Schneefälle sorgen.

 Die Hoffnung stirbt zuletzt

Langfristige Prognosen sind mit Vorsicht zu genießen, wobei die Hitzewelle des heurigen Sommers durchaus von den meisten Wetterdiensten gut „errechnet“ wurde. Letztlich bieten langfristigen Modelle aber nur eine grobe Orientierung: auch bei einem vorausgesagten milden Winter sind kalte Phasen möglich. Sogar weiße Weihnachten! Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

(sm)

Titelbild: APA Picturedesk

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