Schon wieder ist die Volkspartei in Bedrängnis: Die Staatsanwaltschaft wirft dem früheren ÖVP-EU-Abgeordneten Richard Seeber schweren Betrug vor. Laut Staatsanwaltschaft soll Seeber als ehemaliger EU-Abgeordneter das Europäische Parlament um über 400.000€ getäuscht haben.

Wien, 06. November 2019 /„Wo woa sei Leistung?“ Diese Frage wird in den nächsten Tagen wohl häufiger gestellt werden. Zwischen 2006 und 2010 soll ÖVP-Mann Seeber dem EU-Parlament Scheinverträge und Scheinabrechnungen von externen Dienstleistern vorgelegt haben. Das Geld wurde daraufhin offenbar auf das Konto eines Bekannten von Seeber überwiesen, gegen den nun ebenfalls Anklage erhoben wurde. Die Spur des Geldes führt nach Rumänien. Belege für erbrachte Beratungsleistungen gibt es allerdings keine.

Seeber bestreit vehement

Der ehemalige Parlamentarier bestreitet die gegen ihn gerichteten Vorwürfe. „Ich habe keinerlei Regeln gebrochen, alles wurde seinerzeit vom Parlament genehmigt. Es ist einfach meine Art, ohne große Formalismen zu arbeiten. Ich möchte aber schon auch betonen, dass für mich für Berater keinerlei Aufzeichnungspflichten bestanden hatten“, wurde er von der „Tiroler Tageszeitung“ zitiert. Für die Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.

 (fr)

Titelbild: Wiki commons – commons flickr

 

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