Nach Raketenbeschuss aus Gaza blieb es Donnerstagfrüh weitgehend ruhig. Außenminister Katz: „Ruhe wird mit Ruhe beantwortet“.

Tel Aviv, 12. November 2019 / Nachdem Israels Sicherheitskräfte einen Islamistenführer im Gazastreifen gezielt töteten, feuerten Terroristen vom „Islamischen Jihad“ Raketen auf Tel Aviv und andere Orte in Israel. Nun vermittelte Ägypten erfolgreich: es gibt Waffenruhe!

Der Sprecher der palästinensischen Extremistengruppe Islamischer Jihad, Musab al-Braim, sagte, die Waffenruhe sei seit 04.00 Uhr (MEZ) in Kraft. Ein Vertreter Ägyptens bestätigte die Vereinbarung.

Israel droht dennoch

Der israelische Außenminister Israel Katz drohte dem „Islamischen Jihad“ allerdings mit Vergeltung, sollten die Terroristen erneut vom Gazastreifen aus Raketen auf israelisches Territorium abfeuern. „Ruhe wird mit Ruhe beantwortet“, sagte Katz im Armee-Hörfunk. Israel werde aber nicht zögern, diejenigen anzugreifen, die versuchten, das Land zu verletzen – ob vom Gazastreifen oder von einem anderen Ort aus.

Weiterhin gezielte Tötungen?

Braim vom „Islamischen Jihad“ sagte, Israel habe der Forderung zugestimmt, die gezielte Tötung von Kämpfern und die Erschießung von Demonstranten an der Grenze zum Gazastreifen einzustellen. Dem widersprach allerdings Außenminister Katz. Israel habe seine Haltung hier nicht geändert, es werde weiterhin gezielte Tötungen geben. Die schwersten gegenseitigen Angriffe seit Monaten hatten am Dienstag begonnen, als Israel Abu al-Atta, einen Befehlshaber des Islamischen Jihads im Gazastreifen, tötete.

(APA/wb)

Titelbild: APA Picturedesk

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