Kurz widerruft Anpatzerei

Altkanzler: Meine Worte waren unrichtig

Kurz hat die Unwahrheit gesagt. Jetzt muss er seine Aussagen über das Ibiza-Video und die SPÖ zurückziehen.

Wien, 15. November 2019 / Es war die erste Rede von Sebastian Kurz nach dem Ibiza-Video. Und nach wenigen Minuten sprach er von Tal Silberstein. Das brachte die SPÖ auf die Palme. Deshalb zog sie vor Gericht. Der erste Erfolg kam schnell: Man erwirkte gegen Sebastian Kurz eine einstweilige Verfügung. Er dürfte die SPÖ nicht mehr mit dem Ibiza-Video in Verbindung bringen.

Der Widerruf

Jetzt kommt es vor Gericht für den Altkanzler noch dicker: Er muss seine Aussagen widerrufen. Er hat die Unwahrheit gesagt. Dies gab Kurz per Presseaussendung bekannt. Sebastian Kurz im Wortlaut:

„In einem Interview mit der „Krone“ habe ich, Sebastian Kurz, am 19.05.2019 die Behauptung verbreitet, die Sozialdemokratische Partei Österreichs sei verdächtig, die Herstellung und Veröffentlichung der sogenannten „Ibiza-Videos“, zeigend den ehemaligen Vizekanzler Heinz-Christian Strache im Gespräch mit einer angeblichen russischen „Oligarchen-Nichte“, durch bzw. mit Tal Silberstein beauftragt oder organisiert zu haben.

Die SPÖ hat mich wegen dieser Äußerung geklagt; das angerufene Gericht hat mir die Wiederholung der Äußerungen untersagt. Nunmehr haben die SPÖ und ich den Rechtsstreit aber beigelegt. Ich habe mich unter anderem verpflichtet, die Äußerungen nicht zu wiederholen und ziehe sie mit Hinweis auf ihre Unwahrheit und unter aufrichtigem Bedauern über meine Worte ausdrücklich als unrichtig zurück.“

(red.)

Titelbild: APA Picturedesk

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