Lernsieg-App gestoppt

Nach drei Tagen aus dem Netz genommen

Aus bevor es richtig losging: Die umstrittene Lehrerbewertungsapp ist seit gestern Abend offline.

Wien, 19. Novmeber 2019 / Nur drei Tage lang war die „Lernsieg“-App des 17-jährigen Schülers Benjamin Hadrigan online. In dieser Zeit wurde sie rund 70.000 Mal heruntergeladen und wurde zur Nummer 1 im Ranking der Apps. Die App schien aber schlecht anzukommen. Sowohl in Apples als auch in Googles jeweiligen App-Stores erhielt „Lernsieg“von den Nutzern vernichtende Bewertungen und Kommentare.

Datenkrake „Lernsieg“?

Kritisiert wurde nicht die Funktionsweise der App, sondern das dahinterstehende Konzept. Mit „Lernsieg“ sollten Schüler sowohl ihre Lehrer als auch ihre Schulen bewerten können. Die App sollte dann ein Ranking der österreichischen Schulen erstellen.

Die Lehrergewerkschaft war gegen die App Sturm gelaufen. Unklar blieb bis zuletzt, worin eigentlich das Geschäftsmodell von „Lernsieg“ besteht. Kritiker befürchteten, dass es sich um eine Methode handelt, massenhaft Daten von Lehreren und Schülern zu sammeln.

Claudia Paccosi von der PR-Agentur „pr-a“ sagte gegenüber ZackZack.at:

Benjamin Hadrigan war mit einer Flut an Hass-E-Mails konfrontiert, die einem Schüler weder in Menge noch Inhalt zumutbar sind. Hadrigan und sein Team haben sich deshalb entschlossen, die App vorübergehend aus dem Netz zu nehmen, um eine Strategie für solche Angriffe zu entwickeln.

Ein Zeitplan für die neuerliche Freischaltung der App werde derzeit entwickelt.

(red)

Titelbild: Benjamin Hadrigan bei der Präsentation seiner App am vergangenen Freitag. APA Picturedesk

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